
UNICEF schlägt Alarm:
Über eine Million Kinder in der Sahelzone von Hungersnot bedroht!
Ihre Spende rettet Leben
Ohne rasche Hilfe könnten unzählige Kinder innerhalb der nächsten Monate sterben. Schwere Mangelernährung kann zum Tod führen. Aber auch zu dauerhaften Hirnschäden und Behinderungen.
Wegen Dürren, schlechter Ernten, hoher Lebensmittelpreise und extremer Armut können die Familien ihre Kinder nicht mehr ausreichend mit Nahrung versorgen. Diese stille Not kann tödlich sein. „Wir müssen rasch handeln um Kinderleben zu retten, die Katastrophe rückt immer näher“, erklärt Gudrun Berger, Geschäftsführerin von UNICEF Österreich.
Uns bleibt nur noch wenig Zeit, um die Kinder vor der Katastrophe zu schützen
UNICEF verstärkt seine Nothilfe für die Kinder in der Sahelzone und ruft dringend zu Spenden auf. Bereits heute hilft UNICEF, rund 700.000 Kindern in der Region mit Zusatznahrung, Medikamenten und sauberem Wasser zu versorgen. UNICEF weitet diese Hilfe derzeit massiv aus und bringt große Mengen nahrhafter Erdnusspaste, Spezialmilch und andere Hilfsgüter in die betroffenen Länder Burkina Faso, Kamerun, Tschad, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria und Senegal.
Bitte spenden Sie noch heute!
- Denn mit 30 Euro kann UNICEF ein Kind vor dem Hungertod retten.
- Mit 30 Euro können wir die geschwächten Kinder in Ernährungszentren einen Monat lang mit therapeutischer Nahrung, Vitaminen und Antibiotika behandeln.
- Das ist ein Euro pro Tag!
Die Schwerpunkte der UNICEF-Hilfe
Ernährung
UNICEF stellt Krankenhäusern und Ernährungszentren in allen betroffenen Ländern große Mengen an therapeutischer Zusatznahrung zur Verfügung. Die Zahl dieser Zentren in der Region konnte nun auf 4.154 erhöht werden. Allein in Burkina Faso konnten so in den vergangenen Monaten 50.000 akut mangelernährte Kinder versorgt werden. In Niger hilft UNICEF bei der Behandlung von fast 66.000 mangelernährten Kindern, in Nigeria sind es über 34.000 Kinder, im Tschad 30.000, in Kamerun und im Senegal jeweils über 10.000
Gesundheit
UNICEF unterstützt breit angelegte Impfkampagnen gegen die gefährlichsten Kinderkrankheiten und schult Gesundheitspersonal und freiwillige Helfer.
UNICEF lieferte 60.000 Malariatests sowie Moskitonetze und Antibiotika nach Kamerun.Auch im Tschad erhielten rund 30.000 Kinder und ihre Familien Moskitonetze. Zur Versorgung von 60.000 Vetriebenen in Mali lieferte UNICEF Medikamente und medizinische Ausrüstung. Und im Senegal plant UNICEF die Verteilung von Vitamin A und Entwurmungstabletten für 2,4 Millinen Kinder.
Sauberes Trinkwasser
UNICEF unterstützt die Trinkwasserversorgung der Gemeinden und den Ausbau sanitärer Einrichtungen – besonders in Schulen und Krankenhäusern. Im Tschad werden 80 weitere Brunnen gebaut, damit die Bevölkerung Zugang zu sauberem Wasser hat. In Mauretanien haben in den letzten Monaten über 340.000 Menschen in rund 480 Dörfern Zugang zu einfachen Latrinen bekommen.
UNICEF verteilt außerdem Wasseraufbereitungstabletten, Hygienesets und richtet Latrinen ein.
Bildung
Lehrer und Elterninitiativen im Tschad erhalten Schulungen, um Schulkantinen einzurichten und so eine gute Ernährung der Kinder zu unterstützten. UNICEF verteilt auch Lernmaterialien für über 180.000 Kinder. In Mali werden an mehr als 10.000 Schulen Aufklärungskampagnen zum Thema Ernährung stattfinden.
„Wir können die Kinder retten“
Interview mit Roland Kupka, Ernährungsspezialist im UNICEF-Regionalbüro für West- und Zentralafrika
Wie erleben Sie persönlich die Lage der Kinder in den Sahelländern?
Es ist sehr traurig anzusehen, wie viele stark unterernährte Kinder in den Ernährungszentren eintreffen. Diese Kinder ringen um ihr Überleben. Aber es gibt Hoffnung. Mit spezieller therapeutischer Nahrung und einfachen Medikamenten kann UNICEF die Kinder retten. Und es ist wunderbar zu sehen, wie ein Kind innerhalb weniger Tage wieder zu Kräften kommt.
Warum ist die Lage in diesem Jahr so besonders schwierig?
Die alljährliche Hungerperiode trifft die Menschen in der Sahelzone dieses Jahr früher und härter als sonst. Selbst in normalen Zeiten überleben viele Kinder diese Zeit nicht: Eins von acht Kindern stirbt im Sahel vor seinem fünften Geburtstag. Die aktuelle Krise kann zu einer noch viel höheren Sterberate führen.
Was hat UNICEF unternommen, als klar wurde, dass eine Krise näher rückt?
Bereits vergangenen Herbst hat UNICEF vor der Verschärfung der Situation gewarnt und damit begonnen, seine Hilfsmaßnahmen auszuweiten. Die Krise ist kein plötzliches Ereignis wie ein Erdbeben. Sie kommt langsam. Wir können Hunderttausende Kinder retten, wenn rechtzeitig die benötigten finanziellen Mittel zusammenkommen.
Wo ist die Situation am schlimmsten?
Allein in Niger wird UNICEF und seine Partner dieses Jahr mehr als 330.000 Kinder mit starker Mangelernährung behandeln müssen. Das ist eine sehr hohe Zahl. Aber es gilt natürlich, jedes einzelne Kind in allen acht betroffenen Ländern vor den schlimmen Folgen der Mangelernährung zu schützen.
Welche Folgen hat schwere Mangelernährung für Kinder?
Schwere Mangelernährung ist gerade auch in Krisensituationen eine der häufigsten Todesursachen von Kindern. Sie schwächt die inneren Organe und das Immunsystem. Deshalb treten bei unterernährten Kindern häufig Infektionskrankheiten wie Lungenentzündung oder Durchfall auf – oft mit tödlichem Ausgang. Die Kinder, die überleben, tragen vielfach bleibende Schäden davon.
Kann man denn eine Katastrophe noch abwenden?
Dank einfacher, aber hocheffizienter Therapiemethoden ist es möglich, den Großteil der insgesamt eine Million von Mangelernährung betroffenen Kinder in der Sahelzone erfolgreich zu behandeln. Diese Möglichkeit bestand vor wenigen Jahren noch nicht.
Wie hilft UNICEF jetzt und langfristig?
Im Moment gilt es, die mangelernährten Kinder mit therapeutischer Zusatznahrung zu behandeln und ihr Leben zu retten. Parallel dazu unterstützt UNICEF Präventivmaßnahmen, um Kinder und Mütter vor zukünftigen Krisen schützen zu können. UNICEF setzt sich dabei besonders für das Stillen, eine reichhaltige Ernährung sowie eine effiziente Vorbeugung und Behandlung von Infektionskrankheiten ein.

Bitte spenden Sie für die UNICEF Nothilfe!
Österreichisches Komitee für UNICEF; PSK 15 16 500; BLZ 60.000; "Stille Not"
Spenden per SMS:
Schicken Sie ein SMS mit "STILLE" und dem Spendenbetrag an die Nummer 0699 15 05 6000. (zwischen 1 und 70 Euro, nur ganze Zahlen)
Danke! UNICEF finanziert seine Programme für Kinder ausschließlich mit freiwilligen Beiträgen.













