
Republik Sudan
Auch nach der Unabhängigkeitswerdung des Südsudans (9. Juli 2011) kommt es immer wieder zu Gewaltausbrüchen im Grenzgebiet Abyei und im Bundesstaat Südkordofan, hohe Spannungen gibt es auch im Bundesstaat Blauer Nil. Gleichzeitig leiden die Menschen unter unterschiedlichen humanitären Notfällen wie Dürre, Überschwemmungen, Mangelernährung und wiederholten Ausbrüchen von Krankheiten wie Polio, tödlicher Durchfall oder Masern. In der Krisenregion Darfur leben weiterhin 2 Millionen Menschen als Vertriebene.
In der ersten Hälfte des Jahres 2011 konnten UNICEF und seine Partner 7,4 Millionen Menschen mit Hilfe in den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Trinkwasser, Kinderschutz und Bildung versorgen.
Zum Beispiel wurden 14.000 mangelernährte Kleinkinder behandelt und 6 Millionen Kinder mit Vitamin A versorgt. In den Grenzregionen zum Südsudan wurden Masernimpfkampagnen durchgeführt und 150.000 Menschen erhielten Material zur Trinkwasseraufbereitung sowie Hygieneartikel. UNICEF richtet auch gemeinsam mit der Regierung ein System zur Nachverfolgung und Familienzusammenführung für Kinder, die auf der Straße oder in Institutionen leben, ein. Mit den Regierungen von Sudan und Südsudan verhandelte UNICEF eine Vereinbarung bezüglich Schutz von alleinstehenden und unbegleiteten Kindern.
Für die zweite Jahreshälfte plant UNICEF die Versorgung von rund einer Million Menschen in den Konfliktregionen mit Medikamenten und Moskitonetzen. Weiters sollen 60.000 mangelernährte Kleinkinder behandelt und etwa 300.000 Kinder mit Schulmaterial versorgt werden.
Republik Südsudan
Die Republik Südsudan existiert seit dem 9. Juli 2011 und ist von Konflikten und Unsicherheit geprägt. Stammeskämpfe, Raubüberfälle, Angriffe der Lord’s Restistance Army und Kämpfe in den Grenzgebieten beeinträchtigen das Leben der Kinder im Südsudan. Über 300.000 Menschen kehrten seit Jänner 2011 in den Süden zurück, über 170.000 Menschen wurden durch die Grenzkonflikte zu Vertriebenen.
Nur 34 Prozent der Bevölkerung hat Zugang zu Trinkwasser, nur 2 Prozent der Kinder haben einen umfassenden Impfschutz, etwa eine Million Kinder kann nicht zur Schule gehen und Mangelernährung ist weit verbreitet.
UNICEF hilft den Kindern im Südsudan mit einem seiner weltweit größten Länderprogramme, die Hilfe wird aber durch die unsichere Lage, Landminen, fehlende Infrastruktur, Überschwemmungen und Treibstoffknappheit behindert.
Trotzdem wurden zwischen Jänner und März 3 Millionen Kinder gegen Polio geimpft und 54.600 akut mangelernährte Kinder wurden von UNICEF behandelt. UNICEF richtete auch Kinderzonen und Schulzelte in den Transitbereichen ein und half 281 freigelassenen KindersoldatInnen. In der ersten Jahreshälfte erhielten 270.000 Menschen Zugang zu Trinkwasser.
UNICEF plant für die zweite Jahreshälfte Impfkampagnen für 280.000 Kinder sowie die Versorgung von rund 850.000 Kindern mit Medikamenten, Vitamin A und Moskitonetzen. Weiters muss UNICEF 78.000 mangelernährte Kinder betreuen.
UNICEF unterstützt auch die Rückkehr ehemaliger Kindersoldaten in ein normales Leben und hilft Kindern, die auf der Straße oder in besonders schwierigen Verhältnissen leben. UNICEF hat auch maßgeblich an der Entwicklung von Schutzgesetzen und Grundsätzen zur Verwirklichung der Kinderrechte im neuen Staat mitgewirkt.
Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!
Österreichisches Komitee für UNICEF; PSK 15 16 500; BLZ 60.000; "UNICEF-Nothilfe"
Konkrete Hilfsgüter aus dem UNICEF SHOP FOR LIFE: zum Beispiel Wasserreinigungstabletten oder Hygienesets.
Danke! UNICEF finanziert seine Programme für Kinder ausschließlich mit freiwilligen Beiträgen.
Website von UNICEF Sudan









