
Bauen Sie mit!
Jedes Kind hat das Recht auf Bildung. Doch in den Ländern Afrikas südlich der Sahara geht bis heute etwa jedes dritte Kind nicht zur Schule. Viele Familien sind zu arm, um das Schulmaterial für ihre Kinder zu bezahlen. Besonders auf dem Land sind die Schulen oft überfüllt, schlecht ausgestattet oder einfach zu weit entfernt. Und es fehlt an qualifizierten Lehrern. Die AIDS-Epidemie verschärft die Situation.
UNICEF, die „Nelson Mandela Stiftung“ und die „Hamburger Gesellschaft zur Förderung der Demokratie und des Völkerrechts“ haben deshalb die Aktion „Schulen für Afrika“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, für Kinder in elf afrikanischen Ländern eine gute Grundbildung sicherzustellen. UNICEF unterstützt hier den Bau zusätzlicher Klassenzimmer, stellt Schulmaterial bereit und schult die Lehrer.
Die Situation
Wenn in den Ländern Afrikas südlich der Sahara etwa jedes dritte Kind nicht zur Schule geht, bedeutet das: Rund 45,5 Millionen Kinder haben keine wirkliche Chance, der Armut zu entkommen. Die durchschnittliche Einschulungsrate in Afrika südlich der Sahara ist in den vergangenen Jahren zwar stark gestiegen, doch nur zwei Drittel der eingeschulten Kinder erreichen die letzte Grundschulklasse.
Bildung ist der Schlüssel, um der Armut zu entkommen
Extreme Armut, Mangelernährung, unzureichende Wasserversorgung und Krankheiten bedrohen in den elf Projektländern von „Schulen für Afrika“ das Überleben und die Entwicklung von Millionen Kindern. Die Hälfte der Bevölkerung bestreitet ihren Lebensunterhalt hier mit weniger als umgerechnet 1,25 US-Dollar pro Tag. Viele Eltern wissen nicht, wie sie ihre Kinder ernähren sollen – erst recht nicht, wie sie den Schulbesuch ihrer Kinder finanzieren sollen.
Eine verhängnisvolle Spirale, in der die Armut sich selbst immer wieder neu erschafft. Denn Bildung ist die entscheidende Voraussetzung für ein besseres Leben: Kinder, die zur Schule gehen, haben später bessere Berufsaussichten. Sie lernen, sich eine Meinung zu bilden und eigene Entscheidungen zu treffen. Und sie wissen, wie man gesund bleibt und sich zum Beispiel vor HIV/AIDS schützt.
Unterstützung für Mädchen und Waisen
Besonders betroffen sind die Mädchen, die meist früh mit arbeiten müssen oder bereits als Teenager verheiratet werden. Eine folgenschwere Entwicklung: Ist die Mutter nicht zur Schule gegangen, verdoppelt sich für ein Kind das Risiko, ebenfalls keinen Unterricht zu erhalten. Eine gute Grundbildung für alle Mädchen ist für eine Gesellschaft besonders wichtig: Frauen mit Bildung heiraten meist später, bekommen weniger Kinder und können diese besser versorgen. Die Kindersterblichkeit sinkt, je länger die Mütter zur Schule gehen. Und Mädchen mit Schulbildung sind selbstbewusster und damit weniger gefährdet, misshandelt, sexuell missbraucht oder ausgebeutet zu werden.
Rund zwölf Millionen Kinder sind allein im südlichen Afrika durch die Ausbreitung von AIDS zu Waisen geworden. Wenn die Eltern erkranken, nicht mehr arbeiten können und ärztliche Hilfe brauchen, wird der Schulbesuch der Kinder häufig unbezahlbar. Vor allem die Mädchen müssen häufig die Schule abbrechen, um zunächst die kranken Eltern zu versorgen und sich nach deren Tod um die Geschwister zu kümmern.
Kinderfreundliche Schulen
UNICEF will, dass alle Kinder zur Schule gehen und sie erfolgreich abschließen können. Dafür müssen die Schulen „kinderfreundlich“ werden. Eine kinderfreundliche Schule stellt die Bedürfnisse des Kindes in den Mittelpunkt. Sie will jedem Kind eine schützende Umgebung bieten, in der es seine Fähigkeiten entwickeln kann.
Wichtige Bausteine dafür sind gute Ausstattung und moderne Lehrmethoden, die sich am Alltag der Kinder orientieren und sie aktiv einbeziehen. UNICEF hilft Lehrern, Eltern und Vertretern lokaler Gruppen, sich gemeinsam für Bildung zu engagieren, und setzt sich bei den Bildungsbehörden dafür ein, wichtige Inhalte wie Hygiene und den Schutz vor Krankheiten wie HIV/AIDS in die Lehrpläne aufzunehmen. Im Unterricht und in den Schulbüchern sollen Mädchen als gleichwertig behandelt werden. Gemeinsam mit den lokalen Behörden übernehmen die Gemeinden Verantwortung dafür, das Recht auf Bildung für jedes Kind zu verwirklichen. Häufig treiben die Schulen so die gesamte Dorfentwicklung voran und verbessern die Situation der Kinder umfassend.
Das bringt Ihre „Baustein“-Spende für die Kinder:
- Bau neuer Schulen
- Reparatur von Klassenzimmern
- Installation von Brunnen und Latrinen
- Versorgung von Kindern mit ausreichend Schulmaterial
- Organisation von Schulessen
Bitte legen auch Sie einen symbolischen Grundstein für eine neue Dorfschule – mit Ihrer Spende.
HIER kann man Online persönliche Bausteine mit dem eigenen Namen für die Aktion spenden und die Projektfortschritte ansehen.
Malawi
Im Rahmen des Projekts Schulen für Afrika unterstützt UNICEF Österreich den Aufbau von Schulen in Malawi. Lang anhaltende Dürre, Armut und die schnelle Ausbreitung von HIV/AIDS belasten die Bevölkerung Malawis schwer. Schulunterricht bleibt für viele Kinder ein Traum. UNICEF Österreich setzt alles daran, ihn zu erfüllen. Mehr
Das wird aus Ihrem symbolischen "Baustein" in Malawi:
- Mit 21 Euro kann UNICEF drei Kinder in Malawi mit Heften, Stiften und weiterem Schulmaterial ausstatten.
- Mit 50 Euro spenden Sie einen symbolischen Baustein für eine Dorfschule. Mit etwa 290 Bausteinen kann UNICEF ein neues Klassenzimmer in Malawi bauen und mit Schulmöbel einrichten.
- Mit 318 Euro kann UNICEF eine Handpumpe für einen Schulbrunnen besorgen.
Wie groß Ihr "Baustein" auch ist, er hilft dabei, Kinder in Afrika in die Schule zu bringen.
Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!
Österreichisches Komitee für UNICEF; PSK 15 16 500; BLZ 60.000; "Schulen für Afrika"
Danke! UNICEF finanziert seine Programme für Kinder ausschließlich mit freiwilligen Beiträgen.
Infomaterial zum Thema Bildung finden Sie hier









