Die Geschichte der UNICEF-Grußkarte
Die Ursprünge
Schon immer war es Brauch, sich gegenseitig Glück zu wünschen. Der Brauch des Versendens von Grußkarten kann bis ins alte China zurückverfolgt werden, wo Menschen wohlwollende Botschaften austauschten, um das neue Jahr zu feiern. Aber auch die Ägypter schrieben ihre Grüße vor 3.000 Jahren bereits auf Papyrusrollen.
Im frühen 15. Jahrhundert wurden auch in Europa handgemachte Grußkarten ausgetauscht, ab dem 18. Jahrhundert gab es die Karten dann in gedruckter Form zu kaufen. Etwa um 1850 hatte sich die Grußkarte von einem relativ teuren, handgemachten Geschenk zu einem beliebten und leistbaren Mittel für die persönliche Kommunikation gewandelt.
Die Geschichte der Weihnachtskarten geht ins Jahr 1843 zurück, als der Engländer Henry Cole einen renommierten Londoner Künstler, John Calcott Horsley, mit dem Design einer Karte beauftragte, die er an Freunde und Familie versenden wollte. Obwohl das Sujet – eine Familie mit Kindern, die gemeinsam Wein trinken – umstritten war, war der Siegeszug der Weihnachtskarte nicht mehr aufzuhalten.
Der deutsche Einwanderer Louis Prang machte die Weihnachtsgruß-Karte in den USA salonfähig, indem er im Staat Massachusetts ab 1875 die Karten industriell herstellte. Ab dem 20. Jahrhundert trieben dann technische Entwicklungen wie zum Beispiel die Farblithographie im Jahr 1930 die Kartenindustrie immer weiter voran.
Die Geschichte der UNICEF-Grußkarte
Die Geschichte beginnt im Not leidenden Europa der Nachkriegszeit. Am Anfang stand ein Dankeschön. UNICEF half Kindern im zerstörten Nachkriegseuropa mit Nahrungsmitteln, Kleidung und Medikamenten.
Die siebenjährige Jitka aus dem böhmischen Rudolfov schenkte UNICEF dafür ein Bild - Kinder, die im Sonnenschein um einen Maibaum tanzen. Sie nannte ihr Bild „Freude“. Den UNICEF-Mitarbeitern gefiel es so gut, dass sie es als Vorlage für eine Weihnachtskarte nahmen und 1.000 Stück in alle Welt verschickten. Dies war 1949 die Geburtsstunde der UNICEF-Grußkarte. 1950 wurden 131.000 dieser Karten verkauft – damals erwirtschaftet UNICEF mit dieser Aktion rund 3.000 Euro für seine Hilfsprogramme. Schon im folgenden Jahr begann UNICEF mit dem professionellen Verkauf und Vertrieb von Grußkarten.
Tradition und Moderne
Heute vertreibt UNICEF jedes Jahr weltweit über 100 Millionen Karten. In Österreich sind wir stolz auf jährlich eine Million verkaufte UNICEF-Grußkarten! Jeweils im Frühjahr und im Herbst erscheint eine neue Kollektion. Weltbekannte Künstler wie Joan Miró, Raoul Dufy, Marc Chagall oder Picasso stifteten UNICEF eines ihrer Werke, große Museen stellen kostenlos bekannte Gemälde zur Reproduktion zur Verfügung.
So international wie die Organisation UNICEF, so vielseitig sind auch die Grußkarten: Die Motive reichen von farbenprächtigen Blumensträußen zu stimmungsvollen Winterszenen, von klassischen, religiösen Meisterwerken zu zeitgenössischer Kunst, von witzigen Weihnachtsfiguren bis hin zu trendigen Fotografien.
In diesem Jahr ist auch die spezielle Geburtstagsedition „60 Jahre UNICEF-Grußkarten“ im Angebot: Eine einzigartige Geschenkbox mit 15 von internationalen Künstlern ausschließlich für UNICEF gestalteten Karten.
Selbstverständlich gelten bei der Produktion der UNICEF-Grußkarten strenge internationale Richtlinien. Alle UNICEF-Karten werden auf chlorfrei gebleichtem Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft gedruckt. Die Einhaltung von Sozialstandards sowie der Verzicht auf Kinderarbeit werden strikt kontrolliert.









