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60er Jahre: Wasserpumpe mit Millionenauflage

Wasser ist Leben. In den 60er Jahren wird UNICEF-Mitarbeitern mehr und mehr bewusst, dass der Zugang zu sauberem Trinkwasser der Schlüssel zu einer nachhaltigen Verbesserung der Gesundheit von Kindern ist. Brunnenbau und Hygieneprogramme gewinnen an Bedeutung.

Als eine lang anhaltende Dürre die Menschen im Nordosten Indiens quält, bohrt UNICEF tiefe Brunnen für Hunderte Dörfer. Doch die einheimischen Handpumpen sind nicht in der Lage, genug Wasser zu fördern. Die Nachbauten altertümlicher englischer Geräte fallen ständig aus. UNICEF braucht eine neue Pumpe. Sie muss leistungsstark, wartungsarm und leicht zu bedienen sein. Gemeinsam mit der indischen Regierung entwickeln zwei UNICEF-Ingenieure die „India Mark II“. Das Gerät ist kostengünstig und garantiert lange Haltbarkeit. Ab 1977 wird die Pumpe in Serie produziert, nur sieben Jahre später sind in indischen Dörfern 600.000 in Betrieb. Schnell verbreitet sich die neue Technologie auch in anderen Ländern Asiens und Afrikas, dabei wird die „India Mark II“ stetig weiter entwickelt.

Mitte der 90er Jahre hat UNICEF eine Million dieser Handpumpen installiert. In Dörfern, in denen UNICEF die „India Mark II“ einsetzt, wird mindestens ein Bewohner darin geschult, das Gerät zu warten. UNICEF fördert auch die Installation hygienischer Latrinen in den Dörfern. Und bildet ehrenamtliche Komitees aus, die über Hygiene und den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser aufklären.

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