
UNICEF Österreich
30. März 2010
Haiti: Kinder müssen im Zentrum aller Hilfsmaßnahmen stehen!
Wien, New York, 30 März 2010
Am Vortag der internationalen Geberkonferenz für Haiti in New York fordern UNICEF und seine Partner (Save the Children, Oxfam, Plan International, SOS Kinderdorf International, World Vision International) dazu auf, Kinder, junge Menschen und ihre Familien ins Zentrum aller Hilfsmaßnahmen zu rücken.
Die Katastrophe in Haiti ist vor allem ein Notfall der Kinder – 40 Prozent der Bevölkerung sind unter 15 Jahre alt. Bereits vor der Naturkatastrophe starben in Haiti so viele Kinder unter fünf Jahren an vermeidbaren Krankheiten wie sonst nirgendwo in der westlichen Hemisphäre, ein Viertel der Kinder war unterernährt. Und über die Hälfte aller Kinder im schulpflichtigen Alter gingen nicht zur Schule.
Um Haiti zu einem besseren Platz für Kinder zu machen, sind international finanzierte, ganzheitliche und langfristige Programme notwendig. Kinderschutzsysteme sowie Zugang zu Schulbildung und Gesundheitsdiensten müssen geschaffen werden. Eine Befragung von über 1.000 Kindern ergab kürzlich, dass für viele die Rückkehr in die Schule oberste Priorität hat. „Ich möchte, dass die Rechte der Kinder respektiert werden…Und ich möchte, dass alle zur Schule gehen können“, sagte Erdbebenopfer Daphmika (15 Jahre).
UNICEF und seine Partner arbeiten seit dem verheerenden Beben unter schwierigsten Bedingungen daran, die Kinder mit Nahrung, Trinkwasser und medizinischer Betreuung zu versorgen, sowie sie zurück in die Schule zu bringen und vor Missbrauch und Kinderhändlern zu schützen.
„Es geht jetzt nicht nur um den Wiederaufbau Haitis, sondern auch darum, bessere Bedingungen für die Kinder und ihre Zukunft zu schaffen“, sagte Gudrun Berger von UNICEF Österreich.
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