
Die Welt-AIDS-Konferenz 2010 in Wien steht unter dem Motto „Rights Here, Right Now“ und hat damit erstmalig in ihrer Geschichte die Menschenrechte ins Zentrum gestellt.
Hier die 10 Gründe, warum die Menschenrechte im Kampfe gegen AIDS eine Zentrale Rolle spielen müssen:
- Universeller Zugang zu Prävention, Behandlung und Betreuung sind nur möglich, wenn die Menschenrechte eingehalten werden.
- Die Ungleichbehandlung von Frauen und Mädchen machen diese verletzbarer für AIDS: In den am stärksten betroffenen Ländern der Welt ist auch die HIV/AIDS-Rate bei Frauen und Mädchen am höchsten.
- Die Rechte und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen werden bei der Bekämpfung der Krankheit oft übersehen, obwohl gerade sie von der Epidemie vielerorts am härtesten getroffen werden.
- Die am härtesten betroffenen Gruppen erhalten oft am wenigsten Aufmerksamkeit bei den nationalen Bemühungen im Kampf gegen die Krankheit.
- Effektive Präventions-, Behandlungs- und Betreuungsprogramme werden oft aus ideologischen, religiösen oder gesellschaftlichen Gründen torpediert.
- AIDS Aktivisten riskieren vielerorts immer noch ihre Sicherheit, wenn sie Regierungen zum Handeln drängen.
- Der Schutz der Menschenrechte ist ein wichtiger Weg zum Schutz der öffentlichen Gesundheit.
- AIDS stelle einzigartige Herausforderungen dar und benötigt eine außergewöhnliche Antwort.
- Antworten, die auf Menschenrechten basieren, sind praktikabel – und sie funktionieren.
- Trotz vieler Lippenbekenntnisse mangelt es an tatsächlichem Handeln in Bezug auf Menschenrechte und HIV/AIDS.
Weitere Informationen finden Sie hier
Menschenrechtsmarsch am 20. Juli 2010
Um im Kampf für die Menschenrechte auch ein sichtbares Zeichen zu setzen, findet während der AIDS 2010 Konferenz erstmalig ein Menschenrechtsmarsch mit anschließendem Konzert statt.
Der Schwerpunkt liegt auf den Menschenrechten von Menschen mit HIV/AIDS und von jenen, die von HIV/AIDS betroffen sind: Mädchen und Frauen, Jugendliche und Kinder, Schwule, Lesben und Transgender, Sexarbeiterinnen, Drogengebraucher, Menschen in Haftanstalten – all jene, denen es auf dieser Welt an einer Lobby fehlt
Alle Konferenzteilnehmer, aber auch die Wiener Bevölkerung sind aufgerufen, in einem friedlichen, halbstündigen Marsch über den Ring ihre Solidarität im Kampf für Menschenrechte und gegen HIV/AIDS zu bekunden – also hinkommen, mitmarschieren!
Treffpunkt: 18.30 Uhr, Schottentor/Universität
Abmarsch: 19.45 Uhr
Der Marsch endet um ca. 20.30 Uhr am Heldenplatz, wo nach kurzen Ansprachen Annie Lennox ein Gratiskonzert geben wird.





