Eine Mutter füttert ihr Baby mit nahrhaftem Brei
Eine Mutter füttert ihr Baby mit nahrhaftem Brei

Ernährung - Genug Essen – für jedes Kind

Jedes Jahr sterben fast 6 Millionen Kinder vor ihrem 5. Geburtstag.  Für die Hälfte dieser Todesfälle ist Mangelernährung mitverantwortlich. Außerdem können sich mangelernährte Kinder nicht richtig entwickeln und bleiben oft ihr Leben lang geistig und körperlich zurück. Und über ein Viertel aller Kinder unter 5 Jahren in Entwicklungsländern sind untergewichtig, viele davon in einem lebensbedrohlichen Ausmaß.

Durch Mangelernährung leiden 159 Millionen Kinder weltweit an einer körperlichen und geistigen Unterentwicklung(stunting) und zusätzliche 50 Millionen sind von akuter Unterernährung und Fehlwachstum(wasting) betroffen. 

Die Ursachen für Unterernährung sind Armut, fehlende Bildung und Benachteiligung. Lösungsansätze müssen daher über Nahrungsmittellieferungen hinausgehen. Krankheiten wie Malaria und Durchfall entziehen Kindern Nährstoffe, HIV/AIDS zerstört jenes Betreuungsnetzwerk, das Kinder brauchen, um ausreichend ernährt und betreut zu werden.

Der kleine Tuhafeni aus Angola bekommt Spezialnahrung von UNICEF.

Zahlen und Trends

Laut einer 2015 veröffentlichten Studie von UNICEF, WHO und der Weltbank sank die Rate unterernährter Kinder von 39,6 % im Jahr 1990 auf 23,8 % in 2014.

Mehr als die Hälfte aller weltweit unterernährten und unterentwickelten Kinder leben in Asien (57%), und mehr als ein Drittel in Afrika (37%). Während es in Afrika von 1990 bis 2014 einen Rückgang unterernährter Kinder von 24% gab, reduzierte sich die Anzahl in Asien sogar um 47%. In Ostasien wurde ein Rückgang unterernährter Kinder von 82% verzeichnet, jedoch ein Zuwachs von 22% übergewichtiger Kinder.

Im Gegensatz dazu, ging die Anzahl unterentwickelter Kinder in Südasien um 41% zurück. Jedoch leben in Südasien circa 25,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren mit Fehlwachstum, was die Hälfte aller akut unternährten Kinder weltweit ausmacht.

UNICEF macht darauf aufmerksam, dass neben Untergewicht auch die weltweite Fettleibigkeit eine Gefahr für die Gesundheit von 41 Millionen Kindern darstellt, weil dadurch Krankheiten wie Diabetes oder Herzfehlfunktionen entstehen können.

Nachdem jedoch die Auswirkungen von Fettleibigkeit nicht so gravierend sind wie die der Unterernährung, wird die Problemlage in internationalen und nationalen Ernährungs- und Gesundheitsprogrammen unterrepräsentiert. 

Ein Baby wird mit der UNICEF-Babywaage gewogen
Ein Baby wird mit der UNICEF-Babywaage gewogen

So hilft UNICEF 

Wir beugen Mangelernährung vor

UNICEF informiert Familien und Gemeinden über die optimale Versorgung ihrer Kinder. UNICEF stellt auch Maßbänder und Waagen bereit, um die Kinder regelmäßig zu messen und zu wiegen. So lässt sich drohende Mangelernährung rechtzeitig erkennen. UNICEF versorgt Kinder mit Vitamin A und verteilt Mikronährstoff-Pulver.

Wir bekämpfen akute Mangelernährung 

Für lebensbedrohlich mangelernährte Kinder richtet UNICEF therapeutische Ernährungszentren ein. Hier werden die Kinder langsam wieder an feste Nahrung gewöhnt. Schwer ausgezehrte Kinder erhalten mit dem Löffel oder über einen Nasenschlauch kalorienreiche Spezialmilch - in kleinen Portionen, rund um die Uhr. Sobald die Kinder wieder feste Nahrung aufnehmen können, versorgt UNICEF sie mit einem nahrhaften Mais-Soja-Brei, unserem UNIMIX-Brei.

UNICEF verfügt über eine starke Präsenz in Regionen mit unzureichender Ernährung in Westafrika, Südasien und Südostasien und kann daher intensiv mit nationalen Behörden, wie auch anderen UN-Organisationen und internationalen Partnern zusammenarbeiten, um nationale Ernährungsprogramme zu erstellen und in die Praxis umzusetzen.

Durch Spenden, die vor allem durch die nationalen UNICEF-Komitees und internationalen SpenderInnen zustande kommen, werden vom UNICEF-Logistikzentrum in Kopenhagen aus jährlich Millionen von Produkten an Krisenregionen, vor allem in Afrika und Südasien, verschickt. 

UNICEF arbeitet daran bis 2017 in mindestens 47 Ländern unterernährten Kindern zwischen 6-59 Monaten eine qualitative Behandlung mit einer Erholungsrate von über 75% zu ermöglichen. Somit würde vier Millionen unterernährten Kindern geholfen werden.

Eine Gesundheitsarbeiterin füttert ein Baby mit Erdnusspaste
Eine Gesundheitsarbeiterin füttert ein Baby mit Erdnusspaste

Wir helfen Kindern in Krisenregionen

UNICEF ist in Krisenregionen vor Ort und kümmert sich um die Versorgung der Kinder. UNICEF unterstützt 24-Stunden-Ernährungszentren für schwer unterernährte Kinder, liefert Spezialnahrung und therapeutische Nahrung. 

Vor allem in Krisenländern verteilt UNICEF seine bewährte Erdnusspaste: Diese Paste ist fertig abgepackt und jederzeit einsetzbar. Die lebensrettenden Inhaltsstoffe sind unverzichtbar beim Kampf gegen den Hungertod! 

UNICEF versorgt mangelernährte Kinder auch mit hoch proteinhaltigen Keksen. Diese vitamin- und mineralstoffhaltige Zusatznahrung stärkt die Abwehrkräfte der Kinder und hilft ihnen, wieder Gewicht zuzunehmen.

Hinda ist glücklich, denn ihr Sohn Aziz hat überlebt.

Aziz brauchte dringend Hilfe

Manche Wunder kommen in kleinen, silberglänzenden Päckchen gefüllt mit Erdnusspaste. Aziz sitzt auf dem Schoß seiner Mutter Hinda. In seinen Händen hält der zehn Monate alte Junge ein Päckchen und isst es genüsslich leer. 

Vor wenigen Wochen war Aziz schwer krank. Der Kleine erbrach alles, bekam heftigen Durchfall und brauchte dringend Hilfe. Er bekam Erdnusspaste von UNICEF – 14 Päckchen pro Woche, zwei pro Tag, auf drei Mahlzeiten verteilt. Schon nach wenigen Wochen ist Aziz kaum wiederzuerkennen. Er hat bereits fast ein Kilo zugenommen. Sein Oberarmumfang ist schon bei 10,8 Zentimeter. Noch vor kurzem war Aziz lethargisch, schwach und unglücklich. Jetzt lacht er wieder, brabbelt, spielt mit seiner Mutter und seinen Geschwistern. Schon nach wenigen Wochen ist Aziz kaum wiederzuerkennen. Hinda kann die Entwicklung kaum fassen: Die Erdnusspaste hat meinen Jungen gerettet. Es ist ein wahres Wunder!

Bitte spenden Sie für das Überleben der Kinder!
Spendensumme*
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Mit rund 24 Euro spenden Sie 56 Packerl Erdnusspaste - also eine Monatsration - für Kinder wie Aziz. Helfen Sie Kindern beim Groß- und Starkwerden!


Weiterführende Informationen

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Infomaterial zum Thema Kinderrechte
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