Ein Mädchen bekommt eine Entwurmungstablette
Ein Mädchen bekommt eine Entwurmungstablette

Gesundheit - Kein Kind soll mehr an vermeidbaren Ursachen sterben!

Die weltweite Kindersterblichkeit wurde seit 1990 halbiert: Doch noch immer sterben jedes Jahr fast 6 Millionen Kinder vor ihrem 5. Geburtstag – das sind rund 16.000 tote Kinder jeden Tag.

Der Großteil dieser Kinder stirbt an Krankheiten, gegen die es heute wirksamen Impfschutz gibt oder die gut zu behandeln sind. Mangelernährung trägt zur Hälfte dieser Todesfälle bei.

Ein Drittel aller Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren geht auf Komplikationen während der Geburt, Infektionen und andere Krankheiten im ersten Lebensmonat zurück. Betroffen sind vor allem arme Familien, in denen die Kinder unter unhygienischen Bedingungen zur Welt kommen. Bei weiteren 17% sind Atemwegsinfektionen, meist Lungenentzündung entscheidend. Aber auch Krankheiten wie Masern, Malaria und Polio sind besonders für geschwächte Kinder lebensbedrohlich. 

Bis zu 45 % aller Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren finden in den ersten 28 Lebenstagen statt. Am schlimmsten ist die Lage in Subsahara-Afrika, wo eines von zwölf  Kindern vor dem fünften Lebensjahr stirbt. Im Vergleich dazu, liegt die Todeszahl verstorbener Kinder unter fünf Jahren in den reichen Industrieländern bei eins von 147 Kindern. 

Viele Länder leiden unter einem schwachen Gesundheitswesen, schlecht ausgebildetem Gesundheitspersonal, mangelnder medizinischer Versorgung und bestehenden Engpässen in der Gesundheitsversorgung. Kinder unter fünf Jahren sind besonders stark von den sanitären und gesundheitlichen Missständen betroffen, weil sie oft notwendige Impfungen und Medikamente nicht erhalten.

Lungenentzündungen, Durchfall und Malaria sind die drei häufigsten Todesursachen für Kinder. In vielen Ländern gibt es kaum medizinische Versorgung oder Impfstoffe gegen Polio, Masern und Tetanus. Auch lebensschützende Artikel wie orale Rehydrationslösungen gegen Durchfallbehandlung oder Moskitonetze mit Insektenvergiftungsmittel sind oft nicht vorhanden. 

Wie wir helfen

Erklärung der hoch proteinhaltigen Kekse
Erklärung der hoch proteinhaltigen Kekse

Durch Impfungen retten wir jährlich 2,5 Millionen Kinderleben. Wir versorgen weltweit jedes dritte Kind mit Impfstoffen. Außerdem stellen wir Kühlboxen für den Transport bereit.

Wir versorgen schwangere Mütter mit Vitaminen, schulen Hebammen für die Geburtsvorsorge und statten lokale Gesundheitsstationen mit Medikamenten und Geräten aus. Und unsere Gesundheitshelfer klären Familien in den Dörfern über gute Ernährung, Hygiene und Krankheiten auf.

Wir stellen jedes Jahr Millionen imprägnierter Moskitonetze für schwangere Frauen und Kinder bereit. Denn Malaria wird durch den Stich einer Mücke übertragen. Wir stellen aber auch Malariamedikamente zur Verfügung und klären in den Dörfern über die Symptome und Gefahren der Fieberkrankheit auf.

Wir unterstützen den Aufbau von Basisgesundheitsdiensten. Dafür bilden wir Dorfhelfer aus, die eng mit den lokalen Gesundheitsstationen zusammenarbeiten. Sie klären die Familien über richtige Ernährung, Hygiene und das Erkennen von Krankheiten auf. Außerdem statten wir die Gesundheitsstationen mit Untersuchungsgeräten sowie Medikamenten aus.

Auch in Nothilfesituationen stellen wir schnell Medikamente, Verbandszeug und medizinische Geräte für Tausende von Menschen bereit. Impfaktionen helfen, den Ausbruch ansteckender Krankheiten zu verhindern.

Das konnte UNICEF 2015 erreichen

Ein Bub aus dem Irak bekommt einen oralen Impfstoff gegen Polio.

Im Zuge der humanitären Notlagen in Syrien, Irak, Jemen, Jordanien und dem Libanon unterstützt UNICEF Kinder mit lebensnotwendigen Maßnahmen, wie dem Erhalt von sauberem Trinkwasser, Impfungen, Bildung und Kinderschutz. 

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Prävention und Behandlung von Ebola in Sierra Leone, Guinea und LiberiaUNICEF leistet vor Ort Aufklärung und verteilt Hilfsgüter wie Antibiotika, Schmerzmittel und Desinfektionsmittel. 

Im November 2015 erhielt UNICEF von der La Caixa Foundation 5 Millionen Euro an Spendengeldern, um innovative Wege zur Diagnose von Lungenentzündung zu identifizieren. 2400 Diagnosegeräte wurden an das lokal geschulte Gesundheitspersonal verteilt und dadurch wurden weltweit bereits 120 000 Kinder frühzeitig diagnostiziert.

Khushi Baby, eine Halskette, die elektronische Gesundheitsdaten von Neugeborenen und Kindern speichert, wie auch SoaPen, eine tragbare Seife zum Schutz vor Infektionen, wurden von UNICEF und den Partnern ARM und frog entwickelt und in bereits über 100 afrikanischen Dörfern verteilt. Dadurch wurden die Gesundheitsrisiken für Kinder deutlich verringert.

Des Weiteren trug UNICEF maßgeblich zur Reduzierung von HIV-Infektionen und dem Anstieg an Polioimpfungen bei.

Sasikelas Ausbildung und die Ausbildung von Freiwilligen werden von UNICEF unterstützt.

JANISTHANS WEG ZU GENESUNG UND GESUNDHEIT

Vor zweieinhalb Jahren wurde Sasikela, Janisthans Mutter ein Vorrat an essfertiger therapeutische Nahrung für ihren stark unterernährten Sohn mitgegeben. Nach bereits 6 Monaten war Janisthan bereit für die Folgebehandlung mit UNIMIX – ein hoch proteinhaltiger Brei aus Mais, Soya und Milchpulver. Außerdem ging Janisthans Mutter zur Ernährungsberatung. Ein Gesundheitsteam klärt sie und andere Frauen über die Risiken und Vermeidung von Unterernährung auf. Dieses Wissen gibt Sasikela auch an die Frauen ihres Dorfes weiter und trägt so zum Gesamwohl aller bei.

UNICEF unterstützt die Ausbildung von Hebammen und Freiwilligen und vermittelt eingehende Grundkenntnisse zum Beispiel über die Versorgung schwangerer Mütter, Geburtshilfe, der Versorgung von Neugeborenen, dem Stillen, der Ernährung von Säuglingen oder die Behandlung akuter Unterernährung.

Bitte spenden Sie für das Überleben der Kinder!
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Mit 50 Euro kann UNICEF beispielsweise 1635 Päckchen Mikronährstoffpulver besorgen. Alles, was Kinder brauchen um sich gesund entwickeln zu können.


Weiterführende Informationen

Infomaterial zum Thema Ernährung und Gesundheit
Infomaterial zum Thema HIV/AIDS
Infomaterial zum Thema Nothilfe
Infomaterial zum Thema Kinderrechte
themenübergreifendes Infomaterial