Kinder in Bangladesh arbeiten in einem Ziegelwerk
Kinder in Bangladesh arbeiten in einem Ziegelwerk

Kinderschutz - Wir schützen Kinder vor Ausbeutung und Gewalt

Millionen Kinder sind Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung ausgesetzt. Sie werden als billige Arbeitskräfte ausgebeutet, als Sexarbeiterinnen missbraucht, für Kriege der Erwachsenen als Soldaten zwangsrekrutiert. Immer mehr Kinder werden zu Opfer von kriminellen Organisationen und Menschenhändlern.

Mädchen haben es oft besonders schwer, sich gegen Übergriffe und Missbrauch zur Wehr zu setzen. Auch Straßenkinder und Kinder mit Behinderungen brauchen spezielle Unterstützung und Förderung. Dafür müssen Eltern, Freiwillige, Dorfälteste und Behörden die Rechte der Kinder kennen und sich gemeinsam für ihren Schutz starkmachen.

Wir stehen Opfern bei und helfen mit, dass Gewalt gegen Kinder nicht länger geduldet wird!

So helfen wir

Ein 11-jähriger Sexarbeiter in Pakistan
Ein 11-jähriger Sexarbeiter in Pakistan

Wir setzen auf mehreren Ebenen an: Wir helfen den Opfern, beispielsweise in Zentren für missbrauchte Kinder. Ausbildung und die Vermittlung von Kleinkrediten helfen den Familien, mehr zu verdienen und auf die Mitarbeit ihrer Kinder verzichten zu können. Gemeinsam mit den Regierungen bilden wir Sozialarbeiter aus und treiben bessere Kinderschutzgesetze voran – damit Kinder rechtzeitig Hilfe erhalten und gar nicht erst auf der Straße landen.

Wir helfen bei ausbeuterischer Kinderarbeit

150 Millionen Kinder zwischen 5 und 14 Jahren müssen arbeiten – viele von ihnen unter Bedingungen, die ihrer Gesundheit schwer schaden. Sie schuften auf Plantagen, als Dienstmädchen, in Minen oder werden als Sexsklaven ausgebeutet. Durch Bildungsangebote, Gespräche mit Arbeitgebern und Druck auf die Regierungen können wir wirksam helfen. Für Kinder, die arbeiten müssen um ihre Eltern zu unterstützen, haben wir spezielle Bildungskurse entwickelt. Hier findet der Unterricht morgens oder nachmittags statt. So können die Kinder verpassten Schulstoff nachholen und später nach Möglichkeit auf eine normale Schule wechseln.

Wir helfen besonders Mädchen

Mädchen sind uns besonders wichtig. In vielen Ländern müssen sie sexuellen Missbrauch, Genitalverstümmelung oder Übergriffe wie Säureattentate erdulden. Auch die Familie ist oft kein sicherer Ort: In vielen Ländern werden Mädchen schon als Kinder zur Heirat gezwungen. Wir unterstützen Einrichtungen, die die Opfer medizinisch und psychologisch betreuen. In den Gemeinden unterstützen wir Frauengruppen und Kinderschutzkomitees. Sie engagieren sich für Gleichberechtigung und schlagen Alarm bei Gefahr. Sie warnen zum Beispiel die Eltern, wenn angeblich wohlmeinende Schlepper Mädchen aus dem Dorf gute Jobs in der Stadt versprechen.

Wir helfen Kindern im Krieg

Für Kinder gibt es nichts Schlimmeres als Krieg. Viele müssen den Tod von Freunden oder Angehörigen miterleben, verlieren ihr Zuhause und jede Sicherheit. Etwa 250.000 Kinder und Jugendliche müssen selbst in bewaffneten Gruppen dienen. Wir helfen ehemaligen Kindersoldaten zurück ins Leben. Tausende in den Truppen missbrauchte Kinder konnten mit unserer Unterstützung schon zu ihren Familien zurückkehren. Wir helfen kriegsverletzten Mädchen und Buben und warnen vor der Gefahr durch Landminen.

Raneem sitzt in der ersten Reihe des Containers, der als Klassenraum dient, und folgt aufmerksam dem Unterricht in ihrem Lieblingsfach: Englisch

Raneems drei Wünsche

Raneem kommt aus Jordanien, ist 13 Jahre alt und wohnt mit Ihren Eltern seit ihrer Flucht aus Syrien im Za´tari Camp in Jordanien und erzählt uns von Ihren drei Wünschen:

„Erstens möchte ich Englisch-Lehrerin werden. Einfach, weil ich Englisch so gerne mag und gerne Bücher lese. Zweitens möchte ich Landschaftsgärtnerin werden. Wir hatten einen Nachbarn in Syrien, der Landwirt war, und ich bin sehr gerne dort hingegangen. Ich liebe es zu sehen, wie Pflanzen wachsen. Wir haben jetzt auch eine Staude Mais vor unserem Container, die ich jeden Tag gieße. Drittens möchte ich Psychologin werden. Viele Leute hier sind so unglücklich, weil sie ihre Heimat verlassen mussten. Sie hatten Arbeit und ein glückliches Leben, sie hatten eine Wahl – jetzt haben sie gar nichts. Ich möchte ihren Schmerz lindern.“
Ist das nicht großartig, eine 13-Jährige, die trotz ihrer eigenen schwierigen Situation vor allem daran denkt, wie sie anderen helfen kann? 

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