Schule & Bildung - Alle Kinder sollen in die Schule gehen

Bildung ist Zukunft. Jeden Tag gehen mehr als eine Milliarde Kinder in die Schule. Schule und Schulbildung fördern Stabilität, Struktur und Routine, die Kinder aus unsicheren und gefährlichen Umständen dringend brauchen. 

Trotzdem gehen circa 124 Millionen Kinder weltweit nicht in die Schule – somit wird ihnen der wesentliche Teil einer gesunden Entwicklung vorenthalten.

Warum haben Kinder oft keinen Zugang zu Bildung?

Ein pakistanisches Mädchen an ihrem ersten Schultag
Ein pakistanisches Mädchen an ihrem ersten Schultag

Weil ihre Familien zu arm sind, weil die Schulen überfüllt oder zu weit entfernt sind. Die Mehrheit dieser Kinder sind Mädchen. Kostenloser Schulbesuch ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Mädchen und Buben später aus eigener Kraft einen Weg aus der Armut finden können.

Armut und die schlechte Qualität des Unterrichts sind die Hauptgründe dafür, dass Kinder die Schule gar nicht besuchen oder abbrechen. In vielen Grundschulen kommt ein Lehrer auf 60 und noch mehr Schüler. Lehrer haben oft selbst gerade einmal die Grundschule besucht und sind kaum auf ihre Aufgaben vorbereitet. Der Unterricht findet vielfach in heruntergekommenen Gebäuden ohne ausreichendes Mobiliar oder sanitäre Einrichtungen statt. Insbesondere arme Familien und Aidswaisen haben Probleme, die Kosten für Schulgebühren, Schuluniformen und Lernmaterial aufzubringen.

Mädchen sind oft besonders benachteiligt. Mädchen, die eine Grundbildung haben, können einen Beruf erlernen und selbst Geld verdienen. Sie haben mehr Selbstbewusstsein und können sich besser vor Missbrauch und Ausbeutung schützen. Mädchen mit Grundbildung haben auch die Chance, lebenslänglicher Unterdrückung und Armut zu entkommen.

UNICEF fordert den vollständigen Zugang zu freier und qualitativer Bildung für jedes Mädchen und jeden Buben. Universaler Zugang zu Bildung ist kein Privileg, sondern ein Menschenrecht und in den Artikeln 27 und 28 der UN-Kinderrechtskonvention von 1989 verankert.

Bildungssysteme weltweit müssen sich bis 2030 der Aufgabe stellen weiteren 619 Millionen Kindern Schul- und Bildungszugang zu ermöglichen. Des Weiteren muss auch die allgemeine Schulbildung effizienter und besser werden, denn laut Schätzungen haben weltweit circa 250 Millionen Kinder trotz Schulbesuch keine Basiskenntnisse in Lesen, Schreiben und Mathematik. 

So helfen wir

Ein Bub aus Côte d'Ivoire auf dem Schulweg
Ein Bub aus Côte d'Ivoire auf dem Schulweg

Wir arbeiten mit bewährten Programmen daran, allen Kindern eine gute und kostenlose Schulbildung zu ermöglichen – auch während Katastrophen und Krisen. Dabei konzentrieren wir uns besonders auf jene Kinder, die aufgrund ihrer geographischen Lage, extremen Armut, ihrer Herkunft oder ihres Geschlechts benachteiligt sind.

Um dies umzusetzen haben wir das Modell der „Kinderfreundlichen Schule“ entwickelt. Schwerpunkte dieses erfolgreichen Modells sind unter anderem Mädchenbildung, Gesundheitsversorgung an Schulen, Bereitstellung von Schulmaterialien sowie die Ausbildung von Lehrkräften.

Kinder die zur Schule gehen haben später bessere Chancen, Hunger und Armut zu entkommen, gesünder und selbstbestimmter zu leben. So mancher Traum von einem besseren Leben hat mit einem Schulheft begonnen – mit einem Schulheft, das wir mit Ihren Spenden kaufen können. 

Ein Viertel aller humanitären Hilfsgelder von UNICEF fließt 2016 in Bildung. Somit sollen 8,2 Millionen Kinder in Krisengebieten Zugang zu Bildung erhalten.

Kinder in Bangladesch besuchen eine von UNICEF unterstützte Schule.

UNICEF hilft – Highlights 2015

Um die Situation der Jugendlichen zu verbessern, wurde im Zuge einer Kooperation zwischen UNICEF und UNESCO die Global Partnership for Education-Initiative gegründet und in bereits 50 Ländern umgesetzt. Dadurch soll die Anzahl der schulabgängigen Kinder reduziert werden. 

UNICEF versucht mit nationalen Regierungen eine grundlegende Bildungsreform in vielen Ländern zu gestalten, mit dem Fokus auf Bildungsgleichheit, Bildung von Mädchen, der Förderung von inklusiven und kinderfreundlichen Schulen und Bildungszugang in humanitären Notlagen. 

Des Weiteren hat UNICEF 2015 über 700 000 Lern- und Unterrichts-Sets an Schulen in Liberia verteilt, wo Kinder durch den Ebola-Ausbruch monatelang nicht in die Schule konnten.

Aufgrund der Konflikte im Nahen Osten und der daraus entstandenen Flüchtlingskrise wurden provisorische Zeltschulen in den Flüchtlingslagern in Syrien, Jordanien und der Türkei errichtet. Neben dem Einsatz von Lehrkräften werden Möbel, Lernmaterialien, Schulrucksäcke, Hefte und Stifte in den Krisenregionen verteilt, um Schulunterricht zu ermöglichen

Die 10-jährige Sivatheepan ist glücklich und geht jetzt gerne wieder zur Schule!
Die 10-jährige Sivatheepan ist glücklich und geht jetzt gerne wieder zur Schule!

Kinderfreundliche Schulen in Sri Lanka

„Mein Name ist Sivatheepan Kajanika. Ich bin in der 5.Klasse. Ich wache jeden Morgen glücklich auf, weil ich weiß, dass ich zur Schule gehe.
Vor 4 Jahren ging ich nicht gerne zur Schule. Ich war mit der Art des Lernens nicht glücklich. Die Lehrer waren nicht freundlich. Aus diesem Grund hasste ich das Lernen. Seit 2 Jahren ist es viel besser, weil ich die Lehrer und den Schulleiter mag. Ich mag es, wie sie unterrichten. Das ist, was ich von ihnen erwarte.
Ich lerne jetzt gerne.“

Vielen Kindern geht es so. Mit den kinderfreundlichen Schulen möchte UNICEF Kinder motivieren, zur Schule zu gehen und ihnen eine sichere und angenehme Umgebung bieten!

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Um 50 Euro können 138 Schulhefte gekauft werden, die Kindern Platz zum Schreiben, Rechnen und Zeichnen bieten!


Weiterführende Informationen

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Infomaterial zum Thema Mädchen und Frauen
Infomaterial zum Thema Kinderrechte
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