III. Weltkongress gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen

Der III. Weltkongress gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen fand vom 25.- 28.November 2008 in Rio de Janeiro, Brasilien, statt. Regierungen, NGOs, die Zivilgesellschaft, UN-Organisationen, JugendvertreterInnen, der private Sektor und andere relevante Akteure haben teilgenommen. UNICEF als Teil des Organisationskomitees spielte eine entscheidende Rolle bei den Vorbereitungen für den III. Weltkongress. Weiterführende Informationen finden Sie hier.
Die Abschließenden Empfehlungen sehen u.a. die Errichtung von systematischen Datensammelsystemen und eine Verpflichtung zur Berichterstattung über Fälle von sexueller Gewalt vor, genauso wie die Verstärkung der Zusammenarbeit auf internationaler Ebene.
Der 3.Weltkongress baut auf den Errungenschaften und Ergebnissen der ersten beiden Weltkongresse auf, deren Zielsetzung die Umsetzung von Kinderschutz und Kinderrechten im Hinblick auf die sexuelle Ausbeutung war. Beim 1.Weltkongress gegen kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern, der 1996 in Stockholm stattfand, verpflichteten sich die teilnehmenden Staaten, darunter auch Österreich, durch Annahme der Stockholmer Erklärung Maßnahmen zu setzen, um Kinder vor kommerzieller sexueller Ausbeutung in Form von Kinderpornographie, Kinderprostitution und Kinderhandel zu schützen. Das Thema der kommerziellen sexuellen Ausbeutung von Kindern fand zum ersten Mal die Aufmerksamkeit und die Berücksichtigung, die entscheidend für eine tiefer gehende Auseinandersetzung waren. Verstärkt und evaluiert wurden die Aktivitäten, die nach dem 1.Weltkongress gesetzt wurden, durch den 2.Weltkongress, der 2001 in Yokohama stattfand und neuerliche Zugeständnisse und Aktivitäten („Yokohama Global Commitment“) folgen ließ. Weitere Infos zu den ersten beiden Weltkongressen finden Sie hier hier.
Der UN-Studie über Gewalt gegen Kinder (2006) zufolge werden weltweit 1,8 Millionen Kinder pro Jahr zur Prostitution gezwungen und 1,2 Millionen Kinder wie Ware verkauft – viele von ihnen für sexuelle Zwecke. Darüber hinaus werden etwa 150 Millionen Mädchen und 73 Millionen Buben unter 18 Jahren Opfer sexueller Gewalt – in der Familie, in der Schule, in ihren Wohnquartieren, in Gefängnissen, an ihrem Arbeitsplatz.
ECPAT Österreich („End Child Prostitution, Child Pornography and Trafficking in Children“; www.ecpat.at) und UNICEF Österreich halten in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, dem Bundesministerium für Inneres, dem Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend und dem Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz am 2.Oktober 2008 eine Nationale Vorbereitungskonferenz zum III.Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern ab. Hier finden Sie Programm, Einladung und Anmeldeformular. Weitere Informationen finden Sie hier.
Offizielle Website zum III.Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen
Weiterführende Informationen zu Sexueller Ausbeutung von Kindern
Weiterführende Informationen zum Sexuellen Missbrauch von Mädchen in Uganda und der Demokratischen Republik Kongo
StopXploitation - Silence is acceptance (Website for young people)





