UNICEF Österreich: Start der Kampagne gegen sexuelle Gewalt im Kongo
Angesichts der brutalen sexuellen Gewalt gegen Mädchen und Frauen im Kongo startet UNICEF Österreich eine Spenden- und Bewusstseinsbildungskampagne.
Dadurch soll auf die unvorstellbare Gewalt und Folter aufmerksam gemacht und den schwer traumatisierten Mädchen im Kongo geholfen werden. Im Rahmen der Kampagne werden Spenden für die „CITY OF JOY“, einem Opferschutzzentrum gesammelt. Außerdem startet UNICEF Österreich eine Unterschriftenaktion, um der Gewalt ein Ende zu setzen. Die gesammelten Unterschriften werden Joseph Kabila, den kongolesischen Präsidenten, übermittelt.
Seit nunmehr über einem Jahrzehnt werden Vergewaltigungen im Kongo gezielt als Kriegswaffe eingesetzt. Die Gegner sollen durch die systematische körperliche und psychische Folter an Frauen erniedrigt und demoralisiert werden. Männer werden gezwungen, bei den Vergewaltigungen von ihren Frauen und Töchtern zuzusehen. UNICEF geht von hunderttausenden Mädchen und Frauen aus, die den Konflikten bisher zum Opfer gefallen sind. Allein im Osten der demokratischen Republik Kongo wurden in der ersten Hälfte dieses Jahres 3.500 Vergewaltigungen dokumentiert. Und diese Zahlen stellen nur die Spitze des Eisbergs dar.
Kürzlich hat ein Event in der Demokratischen Republik Kongo stattgefunden, bei dem zum ersten Mal betroffene Frauen und Mädchen in der Öffentlichkeit über das unvorstellbare Leid reden konnten. „Ich bin bereit, Opfer zu bringen, wenn nötig dafür zu sterben, wenn es dazu beiträgt, den Vergewaltigungen ein Ende zu setzen und andere Mädchen zu retten“, so die ergreifenden Worte einer betroffenen jungen Frau.
Diese Mädchen und Frauen brauchen ganz dringend Hilfe. „Ich beschreibe Ihnen die Qualen nicht, die die Mädchen erleiden. Das Grauen ist unvorstellbar, aber in Worten kaum wiederholbar, und die unterschiedlichen Formen der sexuellen Folter nicht zu beschreiben“, so Dr.Gudrun Berger, Geschäftsführerin von UNICEF Österreich.
UNICEF setzt sich vehement dafür ein, diesem Vergewaltigungskrieg ein Ende zu setzen – indem die Täter bestraft werden und Verantwortung für ihre Taten übernehmen, indem Gesetze zum Schutz der Mädchen erlassen und auch durchgesetzt werden.
Ein wichtiger Bestandteil der UNICEF-Kampagne in der Demokratischen Republik Kongo ist der Bau der „CITY OF JOY“, einem schützenden Zentrum für die Opfer. Die Mädchen erhalten medizinische und psychologische Betreuung, die Gelegenheit zu einer Ausbildung und werden bei ihrer Rückkehr in Familie und Gemeinde begleitet.
Unterstützen auch Sie das „CITY OF JOY“-Programm zum Schutz der betroffenen Mädchen:
PSK 15 16 500; BLZ: 60 000
Stichwort: Mädchen im Kongo
Online Spenden
Helfen Sie durch Ihre Unterschrift an den kongolesischen Präsidenten:
www.unicef.at/kinder-im-kongo.html
Weitere Infos unter:
www.unicef.at/kongo.html




