Weltwassertag 22. März 2009
125 Millionen Kleinkinder haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser - Täglich sterben 5.000 Kinder an Durchfall
Zum Weltwassertag am 22. März ruft UNICEF dazu auf, die Versorgung der ärmsten Familien mit sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen zu verbessern.
„Untätigkeit hinsichtlich Trinkwasser ist keine Option“, betont UNICEF-Wasserspezialistin Clarissa Brocklehurst. „Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen sind für alle Lebensbereiche von Kindern wichtig – für Gesundheit, Überleben und für ihre Würde.“ Verschmutztes Trinkwasser führt jeden Tag zu Erkrankungen und Tod von tausenden Kindern, führt zu Verarmung und verringert die Chance auf eine bessere Zukunft.
Die gute Nachricht ist zwar, dass heute 87 Prozent der Weltbevölkerung – das sind etwa 5,7 Milliarden Menschen – sauberes Wasser trinken. Dennoch leben nach wie vor 125 Millionen Kinder unter 5 Jahren in Haushalten ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser. Darüber hinaus haben 2,5 Milliarden Menschen keinen Zugang zu hygienischen Sanitäranlagen – 980 Millionen davon sind Kinder.
UNICEF unterstützt in über 90 Ländern Programme für Trinkwasser, Sanitäranlagen und Hygiene. UNICEF konzentriert sich dabei auf einfache und günstige Interventionen auf Haushalts- und Gemeindeebene. UNICEF-Wasserprogramme setzen auf nachhaltige und langfristige Lösungen durch den Einsatz von kostengünstigen Technologien wie Regenwassergewinnung sowie auf Aufklärung über die wichtigsten Hygieneregeln, zum Beispiel über die Bedeutung regelmäßigen Händewaschens.
- Zugang zu sauberem Trinkwasser: UNICEF hilft weltweit beim Bau von Brunnen, Handpumpen und Wasserleitungen. Dabei setzt UNICEF auf robuste und einfach zu wartende Technik. Geschult von UNICEF halten die Dorfbewohner selbst ihre Anlagen instand. Im Sudan half UNICEF beispielsweise im Jahr 2007, über 1,8 Millionen Menschen mit sauberem Trinkwasser zu versorgen.
- Bessere Hygiene: UNICEF unterstützt den Bau einfacher Latrinen und öffentlicher Toiletten. Mit der Kampagne „Schulen für Afrika“ hat UNICEF beispielsweise mehr als 400 Schulen mit Wasseranschluss und Latrinen ausgestattet - und damit eine wesentliche Voraussetzung dafür geschaffen, dass Mädchen zur Schule gehen.
- Aufklärungsarbeit: UNICEF informiert in den Schulen und Dörfern über die wichtigsten Hygieneregeln, zum Beispiel über die Bedeutung regelmäßigen Händewaschens. In Bangladesch zum Beispiel unterstützt UNICEF eine Aufklärungskampagne, die innerhalb von vier Jahren 30 Millionen Menschen erreichen soll - die größte Kampagne dieser Art, die je in einem Entwicklungsland durchgeführt wurde.
- Nothilfe: Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser und einfachen Latrinen ist fester Bestandteil der UNICEF-Nothilfeprogramme. So hat UNICEF nach der Überschwemmungskatastrophe in Myanmar Wasseraufbereitungsanlagen installiert, die über 15.000 Menschen mit Trinkwasser versorgen. An Schulen und Gesundheitszentren hat UNICEF große Regenwasser-Sammeltanks aufgebaut. Über 1.200 Schulen wurden mit hygienischen Latrinen ausgestattet.
Anlässlich des Weltwassertages 2009 weist UNICEF auch auf die Auswirkungen des Klimawandels auf Trinkwasser hin. Sinnvolle Hilfe für die ärmsten Kinder der Welt wird ohne spezielle Maßnahmen zum Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels nicht möglich sein.
Helfen Sie mit beim Kampf um das Überleben der Kinder: Im UNICEF SHOP FOR LIFE können Sie konkrete Hilfsgüter auswählen und den Betrag spenden. Das UNICEF-Warenlager erhält die Meldung und Ihr Geschenk geht auf den Weg - zum Beispiel eine Trinkwasserpumpe.
- Online Spenden
- Anforderung Zahlschein
- Dauerhafte Hilfe
- Shop for Life-Abo
- PSK 15 16 500, BLZ 60.000
Weiterführende Informationen
Infomaterial zum Thema Wasser finden Sie hier
UNICEF Water, Sanitation and Hygiene: zur Website
UNICEF/WHO Joint Monitoring Programme for water supply and sanitation: zur Website




