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Die 2000er: Netze gegen tödliche Mückenstiche

Das gefährlichste Tier für Kinder in Afrika ist – eine Mücke. Genauer: die Anopheles-Mücke, denn sie ist der Wirt des gefährlichen Malariaerregers. Malaria ist die häufigste Todesursache bei Kindern unter fünf Jahren auf dem afrikanischen Kontinent – alle 30 Sekunden stirbt ein Bub oder Mädchen an den Folgen.

Fast die Hälfte aller Krankenhausaufenthalte in Afrika gehen auf das Konto des Einzellers Plasmodium und der von ihm verursachten Infektion zurück. Da es noch keinen Impfstoff gibt, sind Moskitonetze bis heute der einzige wirksame Schutz gegen die oft tödliche Fieberkrankheit. 

UNICEF unterstützte die Entwicklung neuartiger Moskitonetze, die mit einem lange wirkenden Insektizid imprägniert sind. Die Fasern geben den Wirkstoff über vier bis sechs Jahre in kleinen Dosen ab. Die Mengen sind so gering, dass sie auch für Säuglinge absolut ungefährlich sind. Bisher musstenimprägnierte Moskitonetze alle sechs Monate neu mit einem Insektizid behandelt werden. Weil Malaria zu den größten Gefahren für Kinder gehört, ist UNICEF zum wichtigsten Kunden für Moskitonetze weltweit geworden. Allein 2009 hat UNICEF rund 43 Millionen Netze beschafft und über 8,2 Millionen Malariatestsets bereitgestellt.

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