

Mädchen stark machen
Statistisch gesehen fehlen auf der Welt rund 60 Millionen Frauen, die Vernachlässigung, geschlechtsspezifischen Abtreibungen und Kindstötungen zum Opfer gefallen sind.
Mädchen werden in allen Lebensbereichen diskriminiert, deshalb sterben sie auch häufiger als Buben bereits im Kindesalter. Mädchen bekommen weniger zu essen als ihre Brüder und werden seltener zum Arzt gebracht. Sie müssen auf Schulbildung verzichten, schon früh Schwerstarbeit leisten und werden schon als Kind verheiratet. Allein in Südasien sterben in der Folge jedes Jahr etwa eine Million Kinder, nur weil sie Mädchen sind. In vielen Ländern Südasiens wird die Geburt eines Mädchens als Belastung angesehen. In Indien wird bei ihrer Heirat eine hohe Geldsumme als Mitgift fällig. Jedes Jahr werden 15.000 jung verheiratete Frauen schwer verletzt oder getötet, weil ihre Familien nach Ansicht ihrer Schwiegereltern zu wenig Mitgift gezahlt haben. Weibliche Föten werden gezielt abgetrieben oder Mädchen werden nach der Geburt getötet.
Statistisch gesehen wird etwa jede dritte Frau weltweit in ihrem Leben vergewaltigt oder misshandelt. Auch kulturell oder religiös begründete Gewalt ist weit verbreitet: Weltweit leben heute schätzungsweise 130 Millionen Frauen, deren Genitalien verstümmelt worden sind, jedes Jahr sind weitere 3 Millionen Mädchen in Gefahr diesem grausamen Ritual unterzogen zu werden.
53 Millionen Mädchen weltweit gehen nicht zur Schule. Von den 875 Millionen Analphabeten weltweit sind zwei Drittel Frauen. Sie wissen nicht, wie sie Krankheiten vermeiden oder sich vor Ausbeutung schützen können. In Afrika tragen die Diskriminierung von Frauen und der Mangel an Informationen entscheidend dazu bei, dass sich Mädchen und Frauen sehr viel häufiger mit HIV infizieren als Männer.
So hilft UNICEF
- UNICEF führt spezielle Hilfs- und Förderprogramme für Mädchen und Frauen durch. Dabei geht es zum Beispiel um einkommenschaffende Maßnahmen, Kleinkredite für Frauen und Weiterbildungsangebote
- In über 50 Ländern fördert UNICEF Programme, mit denen die Bildungschancen von Mädchen verbessert werden sollen. Ein wesentliches Element ist die Steigerung des Frauenanteils unter den Lehrern. Lehrstoff und Lehrbücher müssen dem Lebensalltag von Mädchen angepasst sein.
- UNICEF unterstützt in zahlreichen Ländern Hilfsprogramme für von Kinderprostitution und Kinderhandel betroffene Kinder UNICEF unterstützt Gesetzesreformen und den Aufbau von Anlaufstellen für missbrauchte Kinder und Frauen sowie die Ausbildung von Fachpersonal.
- In Flüchtlingslagern richtet UNICEF für Mädchen und Frauen spezielle Zonen ein. Dort sollen sie vor Vergewaltigungen und Kinderhändlern geschützt werden. Mädchen und Frauen, die Opfer von Gewalt im Krieg und auf der Flucht wurden, versucht UNICEF durch psychologische Betreuung zu helfen, ihre traumatischen Erlebnisse zu bewältigen.
- UNICEF unterstützt internationale und nationale Bemühungen zur Abschaffung der weiblichen Beschneidung. UNICEF fördert in zahlreichen Ländern wie zum Beispiel in Äthiopien, Eritrea, Kenia, Somalia, Burkina Faso, Mali, Sudan und im Senegal Kampagnen gegen die Genitalverstümmelung. Aufklärung und Information über die Folgen dieser Praxis sind fester Bestandteil der Gesundheits-, Ernährungs- und Bildungsprogramme in diesen Ländern.
- UNICEF hilft den Opfern von familiärer Gewalt. In Bangladesch unterstützt UNICEF eine Stiftung, die sich um die medizinische Behandlung der Opfer von Säureattentaten kümmert und ihnen bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft hilft.
Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!
Österreichisches Komitee für UNICEF; PSK 15 16 500; BLZ 60.000; "UNICEF Spende"
Konkrete Hilfsgüter aus dem UNICEF SHOP FOR LIFE!
Danke! UNICEF finanziert seine Programme für Kinder ausschließlich mit freiwilligen Beiträgen.
UNICEF-Programm: Schutz für Mädchen im Kongo - lesen Sie mehr
Infomaterial zum Thema Mädchen & Frauen finden Sie hier









