
ÜBERLEBEN FÜR KINDER
"Schulen für Afrika"
Schule statt Armut und Not - UNICEF-Programm: Schulen für Malawi
Im Rahmen des Projekts «Schulen für Afrika» unterstützt UNICEF Österreich den Aufbau von Schulen in Malawi. Lang anhaltende Dürre, Armut und die schnelle Ausbreitung von HIV/AIDS belasten die Bevölkerung Malawis schwer. Schulunterricht bleibt für viele Kinder ein Traum. UNICEF Österreich setzt alles daran, ihn zu erfüllen.
Malawi ist eines der ärmsten und am dichtesten besiedelten Länder Afrikas. Fast jedes fünfte Kind stirbt vor seinem fünften Geburtstag. Vor allem auf dem Land gibt es viel zu wenig Schulen. In vielen Regionen erhält jedes dritte Kind keinen Unterricht. Die Klassen sind überfüllt und schlecht ausgestattet, häufig findet der Unterricht unter freiem Himmel statt. Wenn es regnet, fällt er ganz aus. Viele Kinder brechen die Schule frühzeitig ab – auch deshalb, weil der Unterricht oft schlecht ist. Nur jeder zweite Lehrer besitzt eine formale Ausbildung.
Malawi gehört außerdem zu den von HIV/AIDS am schwersten betroffenen Ländern im südlichen Afrika. Täglich sterben rund 140 Menschen an AIDS, mit steigender Tendenz. Die Folge: eine hohe Zahl von Waisenkindern - rund 500.000 Buben und Mädchen.
Hohe Ausstiegsrate in Schulen
Die schwierigen Lebensumstände führen dazu, dass wenige Kinder die Grundschule abschließen. Durch die Aufhebung von Schulgebühren im Jahr 1994 ist die Einschulungsrate zwar von 56 auf 80 Prozent gestiegen, doch nur gerade 23 Prozent der Schüler/innen schließen die Grundschule ab. Die Gründe für den frühzeitigen Schulabbruch sind vielfältig: Kinder tragen durch eine Arbeit zum Überleben ihrer Familien bei. AIDS-Waisen müssen allein und auf sich selbst gestellt das Leben meistern. Oftmals leben sie in Kinderhaushalten zusammen, wo ältere Geschwister die Verantwortung für die Jüngeren übernehmen.
Ein bedeutender Faktor für die hohe Schulabbruchrate ist außerdem die schlechte Qualität des Bildungsangebotes. Es gibt wenige gut ausgebildete Lehrer/innen. Der Mangel an Lehrpersonal führt zu unüberschaubar großen Klassen. In Malawi umfasst eine Schulklasse nicht selten 60 bis 120 Kinder. Den Schulen mangelt es zudem an sauberem Wasser, an getrennte Latrinen für Buben und Mädchen und weiteren sanitären Anlagen. Kommt hinzu, dass viele Schulhäuser in prekärem Zustand sind.
Zusammenarbeit auf allen Ebenen
UNICEF hat in enger Zusammenarbeit mit der Regierung, Partnerorganisationen und lokalen Behörden ein Bildungsprogramm entwickelt, das den Zugang zur Schule verbessern und die Unterrichtsqualität steigern soll. Im Rahmen der Initiative «Schulen für Afrika» sollen in den nächsten drei Jahren 1.000 Schulen entstehen. Dazu gehören Neubauten und Renovierung von bestehenden Gebäuden. Die Schulen sollen mit entsprechendem Material ausgestattet werden: Heften, Stiften, Wandtafeln, Wandbildern, Rechentafeln, Pulten, Stühlen, Tischen, Schränken sowie Spiel – und Sportmaterial. 8.000 Lehrpersonen erhalten eine Aus- und Weiterbildung. Im Vordergrund steht die Methode „Joyful Learning“ und ein den Bedürfnissen der Kinder angepasster Lehrplan. Zudem wird die besondere Situation der AIDS-Waisen Berücksichtigung finden.
10.000 Waisen erhalten Schulunterricht. Stipendien decken ihre Kosten für Bücher, Hefte, Schulmappen, Stifte, Schulmaterial und Schuluniformen. Das Unterrichtsprogramm soll zudem Unterrichtsstunden zur HIV/AIDS-Prävention enthalten. Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist überdies die Sensibilisierung der Eltern und Behörden im Hinblick auf die Einschulung ihrer Kinder. Bildung ist der Schlüssel zur Entwicklung. Denn ohne lesen und schreiben können, ist kein Staat zu machen. Ohne Bildung wird es den heutigen Kindern nicht gelingen, sich dem Teufelskreis Armut zu entziehen. Diese Erkenntnis muss auch bei den Erwachsenen greifen.
Erfolge
Bisher hat UNICEF in Malawi schon 327 neue Klassenräume in 83 Schulen gebaut und 35 Schulen renoviert. Knapp 500 Schulen haben neue Bänke bekommen und 300.000 Kinder besitzen jetzt Hefte, Stifte, Schulbücher und eine kleine Sportausrüstung. 150.000 SchülerInnen haben nun sauberes Trinkwasser und Toiletten in den Schulen. Ab 2010 hilft UNICEF vor allem in den Provinzen Dedza, Lilongwe Rural, Blantyre Rural und Kasungu in Zentral- und Südmalawi. UNICEF plant zudem, Tausende neuer Lehrer auszubilden und Hunderttausende Kinder weiter mit Schulmaterial zu versorgen.
HIER kann man Online persönliche Bausteine mit dem eigenen Namen für die Aktion spenden und die Projektfortschritte ansehen.
Das wird aus Ihrem symbolischen „Baustein“:
- Mit 21 Euro kann UNICEF drei Kinder in Malawi mit Heften, Stiften und weiterem Schulmaterial ausstatten.
- 50 Euro sind ein symbolischen Baustein für eine Dorfschule. Mit 290 Bausteinen kann UNICEF ein neues Klassenzimmer in Malawi bauen und mit Schulmöbel einrichten.
- Mit 318 Euro kann UNICEF eine Handpumpe für einen Schulbrunnen besorgen.
Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!
Österreichisches Komitee für UNICEF; PSK 15 16 500; BLZ 60.000; "Schulen für Afrika"
Danke! UNICEF finanziert seine Programme für Kinder ausschließlich mit freiwilligen Beiträgen.
Infomaterial zum Thema Bildung finden Sie hier








