Hungersnot in Teilen Somalias
Die Vereinten Nationen rief offiziell für Teile Somalias eine Hungersnot aus: Für die Regionen Bakool, Lower Shabelle, Middle Shabelle, Bay, für den Afgooye-Korridor und Teile Mogadishu. Im Süden des Landes ist eines von sechs Kindern schwer mangelernährt.
Insgesamt brauchen bereits 1,5 Millionen Kinder in Südsomalia dringend Hilfe, 450.000 sind akut mangelernährt, darunter 190.000 in einem lebensbedrohlichen Zustand
Bürgerkrieg, steigende Nahrungsmittelpreise und Dürre ließen die Situation in Somalia eskalieren. Viele Kinder sind in einem verzweifelten Zustand. Wer noch stark genug ist, begibt sich auf die Suche nach Hilfe. Eine große Zahl von Kindern versucht, Städte in Somalia selbst oder Lager in den Nachbarländern zu erreichen.
Am Horn von Afrika leiden insgesamt 12 Millionen Menschen an der derzeit schwersten Nahrungsmittelkrise der Welt. Über 2 Millionen Kinder sind mangelernährt. Besonders betroffen sind arme Familien in Kenia, Somalia, Äthiopien und Dschibuti.
Zur Notfallseite Horn von Afrika
Hilfe ist möglich und kommt an!
UNICEF arbeitet seit 1971 in Somalia und verfügt über ein Netzwerk von Partnerorganisationen. UNICEF beschafft praktisch die gesamte therapeutische Zusatznahrung für Kinder für Somalia. UNICEF ist eine der wenigen internationalen Hilfsorganisationen, die seit vielen Jahren ohne Unterbrechung in Südsomalia arbeiten konnte.
Seit dem 1. Juli hat UNICEF insgesamt 7.392 Tonnen Hilfsgüter nach Somalia gebracht.
Weitere Beispiele:
- Rund 800 Ernährungszentren werden von UNICEF unterstützt, 500 davon im Süden des Landes.
- 63.704 Haushalte wurden mit Lebensmittelrationen für einen Monat ausgestattet, 34.600 Haushalte erhalten täglich warme Mahlzeiten.
- 13 Krankenhäuser in Südsomalia wurden mit Notapotheken versorgt. So können 130.000 Patienten behandelt werden.
- Rund 54.000 Kinder wurden gegen Masern und rund 26.000 gegen Polio geimpft. Die Kinder erhielten auch Vitamin-A-Tabletten zur Stärkung der Abwehrkräfte und Entwurmungstabletten.
- UNICEF hilft bei der Versorgung von 1,2 Millionen Menschen mit Trinkwasser
- In 222 Kinderzonen werden rund 23.000 Kinder betreut.
- UNICEF plant bis Ende des Jahres 100.000 Familien mit Sets für kaltes Wetter auszurüsten, weiters 50.000 Vetriebene mit Familienkits und 150.000 Mütter und junge Frauen mit speziellen Hygienesets.
Extreme Armut, Nahrungsmittelknappheit und ein brutalen Konflikt
Die Menschen in Somalia mußten auch schon in den vergangenen Jahren mit extremer Armut, Nahrungsmittelknappheit und einem brutalen Konflikt zurechtkommen. 1,46 Millionen Menschen leben als Vertriebene im eigenen Land. Frauen und Kinder leiden an Unterernährung, Krankheiten, Menschenrechtsverletzungen und haben nur beschränkten Zugang zu Basisdiensten wie Gesundheitsversorgung, Trinkwasser und Bildung.
Im Jahr 2010 versorgten UNICEF und seine Partner an so genannten „Kindergesundheitstagen“ rund 1,5 Millionen Kleinkinder und 1,3 Millionen Frauen mit Impfschutz, Vitamin A, Wurmtabletten und Zusatznahrung. 260 Kliniken für Kinder und Mütter wurden mit Medikamenten ausgestattet und 2,5 Millionen Menschen erhielten 2010 Zugang zu Gesundheitsdiensten.
Rund 112.000 akut mangelernährte Kinder wurden im Vorjahr behandelt, UNICEF verstärkte dazu seine bestehenden Programme. Mit Partnerorganisationen versorgte UNICEF auch 1,2 Millionen Menschen mit Trinkwasser und unterstützte die Einschulung von 92.000 vertriebenen Kindern. 5.554 von Konflikt und Fluten betroffene Familien erhielten Unterkunft und Nothilfepakete.
„Ich war so froh als ich hörte, dass das Impfteam in unser Dorf kommt“, sagt Abdi Ibrahim, der mit seiner 16-Monate-alten Tochter Sarah schon frühmorgens gekommen ist, um das Mädchen gegen Masern impfen zu lassen. Denn vor sechs Monate ist seine zweijährige Tochter Nagat an dieser Krankheit gestorben. „Sie war nicht geimpft, denn die Klinik ist so weit weg und kein Team kam in unser Dorf, so wie heute“ erzählt Abdi, der sich och immer die Schuld am Tod seines Kindes gibt. “Ich werde diesen Fehler nie wieder machen. Ich werde immer sicherstellen, dass meine Kinder geimpft sind.“
Gerade jetzt müssen all diese Programme weitergeführt und verstärkt werden!
Helfen Sie mit beim Kampf um das Überleben der Kinder!
Im UNICEF SHOP FOR LIFE können Sie konkrete Hilfsgüter auswählen und den Betrag spenden. Das UNICEF-Warenlager erhält die Meldung und Ihr Geschenk geht auf den Weg - zum Beispiel:
- Schwer unterernährte Kinder erhalten mit dem Löffel oder über einen Nasenschlauch kalorienreiche Spezialmilch - in kleinen Portionen, rund um die Uhr. Jede Packung Milchpulver reicht aus, um rund 2,4 Liter der nahrhaften Spezialnahrung zuzubereiten. Mit 36,50 Euro spenden Sie 20 Packungen Spezialmilch.
- UNICEF versorgt mangelernährte Kinder mit nahrhafter Erdnusspaste. Diese vitamin- und mineralstoffhaltige Zusatznahrung stärkt die Abwehrkräfte der Kinder und hilft ihnen, wieder Gewicht zuzunehmen. Mit 55,30 Euro spenden Sie 150 Packungen Erdnusspaste.
- Masern sind hoch ansteckend und verlaufen besonders bei geschwächten Kindern oft tödlich. Impfen schützt vor der Gefahr. Mit 21 Euro spenden Sie 100 Stück Masernimpfstoff.
Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!
Österreichisches Komitee für UNICEF; PSK 15 16 500; BLZ 60.000; "UNICEF-Nothilfe"
Konkrete Hilfsgüter aus dem UNICEF SHOP FOR LIFE: zum Beispiel Wasserreinigungstabletten oder Hygienesets.
Danke! UNICEF finanziert seine Programme für Kinder ausschließlich mit freiwilligen Beiträgen.









