
Somalia: Gewalt, Armut und Hunger bedrohen Kinderleben
Somalia gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, die Hälfte der Einwohner braucht Hilfe, darunter 1,5 Millionen Kinder. Dürre, hohe Nahrungsmittelpreise, der brutale Konflikt, Massenvertreibungen, Wirtschaftskollaps, steigende Kriminalität sowie Naturkatastrophen bedrohen das Leben der Kinder in Somalia.
Im Jahr 2009 konnten mit Unterstützung der weltweiten UNICEF-Spenderfamilie zwar eindeutige Verbesserungen hinsichtlich Zugang zu Gesundheitsversorgung und Ernährungsprogrammen erzielt werden, doch ein großer Teil der Bevölkerung bleibt chronisch mangelernährt. Das Ausbleiben der „Gu-Regen“ in 70 Prozent des Landes hat die Nahrungsmittelsituation weiter verschlechtert, immer mehr Schulen werden wegen dem brutalen Konflikt geschlossen und Berichte über Menschenrechtsverletzungen häufen sich. Rekrutierungen von Kindern als Soldaten, Vergewaltigung, Piraterie und Gewaltverbrechen sind im Steigen begriffen.
Im Jahr 2009 konnte UNICEF die Versorgung von 2,5 Millionen Menschen mit medizinischer Betreuung und Ernährungsprogrammen unterstützen. UNICEF ist in Somalia der führende Versorger hinsichtlich Medikamenten und medizinischer Ausstattung und arbeitet mit einem Netzwerk von 250 Mutt
er-Kind-Zentren und 540 Gesundheitszentren. Durch so genannte „Kindergesundheitstage“ konnten 2009 rund 1 Million Kleinkinder und 800.000 Frauen mit Impfschutz, Vitamin A, Wurmtabletten und Gewichtskontrollen versorgt werden.
UNICEF und seine Partner behandelten 2009 außerdem 150.000 akut mangelernährte Kinder, im Oktober wurden 132.000 Kinder mit einem Vorrat an Erdnusspaste versorgt.
908.000 Menschen, darunter 181.000 Unter-Fünfjährige wurden im Vorjahr von UNICEF und Partnerorganisationen mit sauberem Trinkwasser versorgt. UNICEF sorgte 2009 weiters dafür, dass 89.000 vertriebene Kinder Zugang zu Schulunterricht haben, 157.000 Kinder erhielten Schulmaterial. UNICEF ist momentan in Somalia der einzige Versorger hinsichtlich Unterrichtsmaterial.
Durch seine einheimischen Partnerorganisationen mobilisierte UNICEF im Vorjahr 590 Gemeinden hinsichtlich Prävention von Kindesmissbrauch und –ausbeutung sowie Opferschutz. 2.000 Opfer sexueller Gewalt konnten so betreut werden und 1.000 Fälle von schweren Kinderrechtsverletzungen wurden gemeldet. 60 Prozent dieser Fälle wurden von den 12 Kinderschutznetzwerken, die von UNICEF unterstützt werden, betreut.
UNICEF führt seine lebensrettenden Programme in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Trinkwasser, Schulbildung und Kinderschutz auch in diesem Jahr weiter.
Helfen Sie mit beim Kampf um das Überleben der Kinder!
Im UNICEF SHOP FOR LIFE können Sie konkrete Hilfsgüter auswählen und den Betrag spenden. Das UNICEF-Warenlager erhält die Meldung und Ihr Geschenk geht auf den Weg - zum Beispiel:
- Schwer unterernährte Kinder erhalten mit dem Löffel oder über einen Nasenschlauch kalorienreiche Spezialmilch - in kleinen Portionen, rund um die Uhr. Jede Packung Milchpulver reicht aus, um rund 2,4 Liter der nahrhaften Spezialnahrung zuzubereiten. Mit 18,70 Euro spenden Sie 5 Packungen Spezialmilch.
- UNICEF versorgt mangelernährte Kinder mit nahrhafter Erdnusspaste. Diese vitamin- und mineralstoffhaltige Zusatznahrung stärkt die Abwehrkräfte der Kinder und hilft ihnen, wieder Gewicht zuzunehmen. Mit 58,60 Euro spenden Sie 150 Packungen Erdnusspaste.
- Masern sind hoch ansteckend und verlaufen besonders bei geschwächten Kindern oft tödlich. Impfen schützt vor der Gefahr. Mit 20,50 Euro spenden Sie 100 Stück Masernimpfstoff.
Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!
Österreichisches Komitee für UNICEF; PSK 15 16 500; BLZ 60.000; "UNICEF-Nothilfe"
Konkrete Hilfsgüter aus dem UNICEF SHOP FOR LIFE: zum Beispiel Wasserreinigungstabletten oder Hygienesets.
Danke! UNICEF finanziert seine Programme für Kinder ausschließlich mit freiwilligen Beiträgen.








