Unterernährte Kinder müssen nicht sterben!

Fast 1,4 Millionen Kinder sind in Nigeria, Somalia, Südsudan und Jemen vor dem Tod durch schwere akute Mangelernährung bedroht.

Aufgrund von Konflikten, Dürre und Wirtschaftskrisen drohen in den afrikanischen Ländern Hungersnöte. Für Teile des Südsudans wurde gestern offiziell eine Hungersnot erklärt.

Im Nordosten Nigerias rechnet UNICEF damit, dass in den Bundesstaaten Adamawa, Borno und Yobi im Laufe des Jahres die Zahl der Kinder mit akuter schwerer Mangelernährung auf 450.000 steigt.

Das Frühwarnsystem „Fews Net“ zur Überwachung von Nahrungsmittelsicherheit, hatte bereits im vergangenen Jahr vor einer Hungersnot in unzugänglichen Gebieten des Bundesstaats Borneo gewarnt. Gleichzeitig wurde davor gewarnt, dass diese Notsituation anhält und andere Gebiete, die für humanitäre Helfer nicht zugänglich waren, ebenfalls betroffen sein könnten.

UNICEF arbeitet daran bis 2017 in mindestens 47 Ländern unterernährten Kindern zwischen 6-59 Monaten eine qualitative Behandlung mit einer Erholungsrate von über 75% zu ermöglichen.

Hungersnot in Teilen des Südsudan ausgerufen

Im Südsudan leiden in Folge von Gewalt, Unsicherheit und Armut derzeit über 270.000 Kinder an schwerer Mangelernährung. Für Teile des Unity State im Norden und Zentrum des Landes wurde gestern offiziell eine Hungersnot erklärt.

Bis zum Sommer wird voraussichtlich die Zahl der Menschen im Südsudan, die auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind, von derzeit 4,9 auf 5,5 Millionen ansteigen, wenn nichts zur Eindämmung der Ernährungskrise unternommen wird.

Nach zwei Jahren Krieg im Jemen leiden dort schätzungsweise 462.000 Kinder an akuter schwerer Mangelernährung – eine Zunahme um 200 Prozent seit 2014.

UNICEF verstärkt seine Hilfe in den Hungerregionen in Afrika, um Kinder frühzeitig vor einem Teufelskreis aus akuter schwerer Mangelernährung und Krankheiten zu schützen. In Nigeria sollen 220.000 betroffene Kinder therapeutisch behandelt werden.

Im Südsudan und in Somalia sollen jeweils 200.000 Kinder erreicht werden. Im Jemen sollen 320.000 Menschen Hilfe erhalten.

Obwohl eine Reihe von neuen nationalen Ernährungsprogrammen in Afrika und Asien entstanden ist, und die Effizienz und Qualität der globalen Ernährungsversorgung gestärkt wurde, leiden immer noch Millionen von Kindern an Unterernährung.

UNICEF weiß, wie man ihr Leben retten kann. Dafür brauchen wir Ihre Hilfe.

Hungerkatastrophen, Dürre und Missernten bedrohen vor allem die Schwächsten. Besonders in den ersten beiden Lebensjahren kann Mangelernährung schwere Folgen haben. Die geistige und körperliche Entwicklung kann dauerhaft beeinträchtigt werden.

Mangelernährung ist für die Hälfte aller Todesfälle unter Kindern verantwortlich und ist eine ständige Bedrohung in vielen Teilen der Welt. Mangelernährung heißt nicht nur, dass Kinder zu wenig zum Essen bekommen.  Ihnen fehlen vor allem auch Vitamine und andere wichtige Nährstoffe.

Durch Mangelernährung leiden 159 Millionen Kinder weltweit an einer körperlichen und geistigen Unterentwicklung (stunting) und zusätzliche 50 Millionen sind von akuter Unterernährung und Fehlwachstum (wasting) betroffen. 

Ein unterernährtes Kleinkind in einem Krankenhaus in Juba, Südsudan. UNICEF hilft vor Ort mit medizinischer Versorgung und therapeutischer Spezialnahrung.

Die ersten 1000 Tage zählen

Chronische Unterentwicklung bei Kindern entsteht meist innerhalb der ersten Lebensphase, also in den ersten 1000 Tagen nach der Geburt. Wenn ein Kind in dieser Phase nicht genügend Nährstoffe bekommt, hat dies meist zur Folge, dass das Wachstum nachlässt und das Gehirn und die damit verbundenen kognitiven Fähigkeiten des Kindes unterentwickelt sind. Die effizienteste Lösung des Problems ist die Förderung von Stillen durch Muttermilch. UNICEF betont, dass Neugeborene innerhalb der ersten Stunde Muttermilch brauchen, und dann weitere sechs Monate um sich gut zu entwickeln. Daher appellieren UNICEF und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für eine stärkere Aufklärungs- und Informationsarbeit bei Müttern und Eltern in Afrika, Asien und Lateinamerika in den Bereichen Stillen, Einnahme der richtigen Babybeikost und Gesundheitsvorsorge für Neugeborene. Wichtig ist auch die Stärkung von Müttern durch den Erhalt von genügend Eisen und Folsäure. 

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So hilft UNICEF

Erdnusspate, nahrhafter Brei und Kekse sind wichtige Mittel im Kampf gegen Hunger
Die nahrhafte Erdnusspaste rettet Kindern das Leben.
  • Wir behandeln ausgezehrte Kinder: Mit Ihrer Spende stellen wir die nahrhafte Erdnusspaste zur Verfügung. Wir schulen Helfer in den Gesundheitsstationen, damit akute Mangelernährung rasch erkannt und richtig behandelt wird.
  • Wir sorgen für sauberes Wasser und Hygiene: Mangelernährung beginnt oft mit anhaltendem Durchfall. Er raubt den Kindern wichtige Nährstoffe und Flüssigkeit. Die Ursache ist meist verschmutztes Wasser.  Wir bauen Brunnen und klären über Hygiene auf.
  • Wir beugen Mangelernährung vor: Wir tut alles, damit Kinder schon im Mutterleib und in den ersten Lebensmonaten gut versorgt werden: Mit Ihrer Hilfe schulen wir Hebammen, statten Geburtenstationen aus und informieren und unterstützen werdende Mütter.

Wie Erdnusspaste dem kleinen Aziz das Leben rettete:

Die dünnen Arme von Aziz aus Somalia weisen auf schwere Mangelernährung hin.

Aziz geht es sehr schlecht. Der Kleine hatte heftigen Durchfall und wurde immer schwächer. Voller Sorge brachte Mutter Hinda ihren Sohn in die Gesundheitsstation, die UNICEF ausgestattet hat. Die Helfer sahen an seinem viel zu dünnen Oberarm: Aziz braucht sofort Hilfe!

Aziz bekommt dank Ihrer Spende Erdnusspaste von einem UNICEF Mitarbeiter

Aziz erhält Erdnusspaste. Täglich drei Päckchen versorgten Aziz mit jeweils 500 Kilokalorien, lebenswichtigen Vitaminen und Spurenelementen. Von Woche zu Woche ging es Aziz besser. Seine Fortschritte wurden von den Helfern sorgfältig dokumentiert.

Nach der Nothilfe durch UNICEF kann Aziz aus Somalia wieder mit dem Ball spielen

Aziz überlebt. Er lacht wieder, brabbelt und spielt mit seinem Ball. Es ist kaum zu fassen, wie schnell er wieder zu Kräften gekommen ist. Nun sind er und seine Mutter Hinda wieder glücklich. Erdnusspaste hat dem Kleinen das Leben gerettet!

Aziz kann nach der Behandlung durch UNICEF wieder in den Armen seiner Mutter spielen
Hinda ist glücklich, denn ihr Sohn Aziz hat überlebt.

Die Erdnusspaste hat meinen Buben gerettet. Es ist ein Wunder!

Zufrieden und voller Tatendrang spielt der zehn Monate alte Aziz auf dem Arm seiner Mutter. Doch noch vor wenigen Wochen war der Bub aus Somalia schwer krank und völlig ausgezehrt.

Kinder wie Aziz brauchen dringend unsere Hilfe. Millionen Kinder sind akut und damit lebensbedrohlich mangelernährt. Unsere Erdnusspaste rettet diesen Kindern das Leben.

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Lebensrettende Behandlung

Mit 60€ spenden Sie die lebensrettende Behandlung für ein mangelernährtes Kind.

Erdnusspaste

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