Hungersnot in Afrika

Hunger ist in Afrika weit verbreitet, die Kinder in der Sahelzone (Burkina Faso, Gambia, Kamerun, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Senegal und Tschad) und am Horn von Afrika (Somalia, Kenia, Äthiopien und Dschibuti) sind besonders betroffen.

Die physischen Auswirkungen der Unterernährung sind enorm: Die geistige und körperliche Entwicklung ist beeinträchtigt, die Leistungsfähigkeit reduziert. Die betroffenen Kinder wachsen kaum noch, auch das Immunsystem leidet, das Kind wird extrem anfällig für tödliche Infektionskrankheiten. Körperliche Tätigkeiten werden zur Qual, die geistige Leistungsfähigkeit verringert sich. Die Welternährungsorganisation (FAO) berichtet, dass ungefähr ein Drittel der Bevölkerung Afrikas unterernährt ist.

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In Mauretanien bringt eine Mutter ihr unterernährtes Kind zur Gewichtskontrolle
Eine Mutter mit ihrem Sohn am Weg zur Gewichtskontrolle

Komplexe Ursachen

Wetterextreme wie Dürren haben stark zugenommen. Und wenn es dann doch einmal regnet, kommt es zu schweren Überschwemmungen, die oft Choleraausbrüche nach sich ziehen. Auch Heuschreckenplagen und andere Katastrophen tragen zur aktuellen Situation bei. Weitere Ursachen sind politische Instabilität, bewaffnete Konflikte oder das Fehlen staatlicher Strukturen wie z.B. in Somalia.
Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat die Lebensmittelpreise stark ansteigen lassen, viele Familien können ihre Kinder deswegen nicht ausreichend ernähren. Bittere Armut, Flüchtlingsströme wie zur Zeit aus Mali, sowie Krankheiten wie HIV/AIDS und Malaria tragen ebenfalls zur Problematik bei.

Ein UNICEF Mitarbeiter gibt einem Baby in Mauretanien Erdnusspaste gegen Mangelernährung
UNICEF-Mitarbeiter gibt Mutter mit Kind nahrhafte Erdnusspaste

So hilft UNICEF

  • Wir errichten laufend Ernährungszentren.
  • Wir statten Zentren und Spitäler mit Medikamenten und therapeutischer Nahrung aus.
  • Wir schulen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und stellen technisches Gerät zur Verfügung.
  • Wir organisieren regelmäßige Untersuchungen der Kinder.
  • Wir organisieren Ausspeisungen für Kinder.
  • Und wir helfen den Müttern, damit sie ihre Kinder ausreichend ernähren können.

Mit unseren Partnern arbeiten wir unermüdlich daran, jedes einzelne Kind mit unseren lebensrettenden Programmen zu erreichen!
Hier erfahren Sie mehr darüber, wie wir mangelernährte Kinder behandeln.

Adoun aus dem Tschad konnte durch UNICEF vor dem Hungertod bewahrt werden.
Adoun, 2 Jahre, vor dem Hungertod in der Sahelzone gerettet.

Adoun geht es wieder gut

Zenaba lebt mit ihren Kindern in der Sahelzone, im Tschad. Dürre und Missernten trieben sie in bittere Armut. Und die Hungerkrise in der gesamten Region machte auch vor der kleinen Familie nicht Halt. Die hohen Lebensmittelpreise machten jeden Tag zum Überlebenskampf. Vor allem der Kleinste, Adoun, stand kurz vor dem Hungertod.

„Ich hatte nichts mehr, um Adoun zu füttern. Er bekam Durchfall und wurde immer dünner“, erzählt Zenaba.Schließlich war der Kleine so schwach, dass er nicht mehr gehen konnte. „Als ich mein Kind so krank sah, verlor ich alle Hoffnung.“ Doch dann kam UNICEF-Mitarbeiter Jean-Pierre ins Dorf, um die Kinder zu untersuchen. Sofort überwies er Adoun an das nächste UNICEF-Ernährungszentrum. Dort wurde der Kleine zwei Monate lang mit Medikamenten und therapeutischer Erdnusspaste behandelt.

Heute ist Adoun ein quirliges Energiebündel und Zenaba kann wieder lächeln. „Es gibt nichts Schöneres als zu sehen, dass es deinem Kind wieder besser geht!“, sagt Zenaba. „Jean-Pierre, das verdanken wir dir und UNICEF!“

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