Nothilfe im Irak, Libanon und in Jordanien

Mehr als eine halbe Million Kinder und ihre Familien sind in der irakischen Stadt Mossul extremen Risiken ausgesetzt sein, warnte UNICEF im Zuge des derzeit stattfindenden Militäreinsatzes, um die nordirakische Stadt zurückzuerobern. UNICEF ruft dazu auf, bei der Rückeroberung der Millionenstadt die Kinder besonders zu schützen. 

„Die Kinder aus Mossul haben in den vergangenen zwei Jahren bereits immens gelitten. Viele könnten zur Flucht gezwungen werden oder in der Kriegsfront und dem Kriegsfeuer gefangen sein.“

Seit März 2016 sind in der Region um Mossul im Irak bereits rund 130.000 Menschen vor den Militäroperationen geflohen. UNICEF befürchtet, dass angesichts der Zuspitzung zusätzlich Tausende Kinder in überfüllten und unzureichend ausgestatteten Notunterkünften und Lagern Zuflucht suchen müssen.

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Ein irakisches Mädchen musste aufgrund der gefährlichen Konflikte von ihrem Zuhause flüchten und befindet sich nun im Debaga Flüchtlingscamp in der Nähe von Mossul. Sie vermisst ihre alte Schule jeden Tag.

Viele Kinder im Irak haben mehr als zwei Jahre lang unter Kontrolle des so genannten islamischen Staates gelebt. Viele von ihnen sind krank, da sie in den vergangenen Monaten verschmutztes Wasser trinken mussten. Sie haben sich nie sicher gefühlt. 

„Wir hatten Angst und haben gehungert. Ich hatte Angst um meine vier Töchter. Ich habe befürchtet, dass sie sie mitnehmen, wie sie es in anderen Dörfern gemacht haben“, sagt Zainab, die mit ihren Kindern auf der Flucht vor der Gewalt ist. 

UNICEF hat in Erwartung einer Flüchtlingswelle bereits genügend Materialien zur Wasserversorgung, mobile Duschen, Toilettenanlagen und Hygieneartikel für mehr als 150.000 Menschen vor Ort bereitgestellt. In den nächsten Wochen sollen die Hilfsleistungen ausgeweitet und 350.000 Menschen dadurch versorgt werden. Mobile Teams sind einsatzbereit, um den geistig und körperlich traumatisierten Kindern zu helfen. 

In Zusammenarbeit mit dem irakischen Gesundheitsministerium hat UNICEF über 50 einsatzbereite Teams zur Abwicklung einer Impfkampagne gegen Polio und Masern vor Ort mobilisiert. 

„Wir arbeiten rund um die Uhr um sicherzustellen, dass UNICEF bei den Kindern sein wird – egal wo sie sind“, so Hawkins.

Konflikte wie derzeit in Mossul verschlimmern die Situation von Kindern massiv. Viele Kinder in Kriegsgebieten kennen nur Angst, Gewalt, Hunger und Leid. Denn im Krieg und auf der Flucht gibt es keine Kindheit mehr. Diese Kinder brauchen Schutz – vor allem jetzt, wo der Winter vor der Tür steht. 

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UNICEF HILFT

In der Stadt Al Houd südlich von Mossul hat UNICEF Trinkwasser verteilt, nachdem diese wieder unter Kontrolle der irakischen Sicherheitskräfte steht. Rund 3.000 Kinder und deren Familien zwischen den Frontlinien haben so erstmals Unterstützung erhalten.

UNICEF rechnet damit, dass allein in den ersten zwei Wochen des Vormarsches bis zu 200.000 Menschen vor den Kämpfen fliehen könnten. In Erwartung einer schweren humanitären Krise hat UNICEF Lager mit lebensnotwendigen Hilfsgütern angelegt sowie mobile Teams zur Versorgung traumatisierter und verletzter Kinder organisiert.

In der Region Erbil und der nahegelegenen Stadt Mossul leben über eine Million Flüchtlinge und Vertriebene – schätzungsweise die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche.

Konkrete Hilfe 2016

  • Seit Beginn des Jahres 2016 hat UNICEF vorübergehende Schulräume in Containern für mehr als 43.600 binnenvertriebene Kinder im Irak bereitgestellt.
  • Training und Fortbildung für 2.352 Lehrerinnen und Lehrer in den Bereichen Krisenmanagement und psychologischer Unterstützung.
  • 280.000 Kinder erhielten Schul- und Lernmaterialien.
  • Errichtung von 70 Lernzentren, in denen 11.322 Kinder in die Schule gehen können, und vor allem Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften lernen.
  • Fertigstellung von 23 noch nicht fertig gebauten Schulgebäuden, die im neuen Schuljahr weiteren 8.500 Kindern den Schulbesuch ermöglichen sollen.

Winternothilfe

UNICEF verteilt Winterkleidung an bedürftige Familien und macht Schulen und Kinderzentren winterfest. Im Jahr 2015 konnte UNICEF 840.000 Kindern im Irak durch die Verteilung von Kleidung und Decken helfen!

Im Irak benötigen sowohl die im eigenen Land vertriebenen als auch syrische Kinder unsere Hilfe. Es fehlt an Winterkleidung für insgesamt 120.000 Kinder, Decken für 80.000 Kinder und mobile Gesundheitszentren und Impfstoffe für rund 750.000 Kinder.

In den nächsten Wochen wollen wir viele weitere Kinder im Irak erreichen. Mit ihrer Hilfe können wir es schaffen! 

Ein Syrischer Bub freut sich auf Winterkleidung von UNICEF.
Die durch Ihre Spende ermöglichten Hilfsgüter erfreuen diesen syrischen Buben

Kinderüberlebens-Nothilfe Paket

Um 16,80 Euro statten Sie ein Kind mit lebenswichtigen Soforthilfsgütern aus. Schenken Sie Nahrung und Schutz vor Krankheiten: Mit Erdnusspaste, einer Decke, Impfstoff und Wasserreinigungstabletten.

Gemeinsam Perspektiven schaffen - NO LOST GENERATION!

Flüchtlingskinder aus Syrien können dank Ihrer Spende in provisorischen Schulen unterrichtet werden.
Syrische Kinder können nun im Irak wieder zur Schule gehen

700.000 der syrischen Flüchtlingskinder können in den Nachbarländern nicht zur Schule gehen. Besonders in einem von Gewalt und Verlust geprägten Alltag gibt Schule Halt und sorgt für Abwechslung. Deshalb richtet UNICEF Notschulen für Flüchtlingskinder ein, verteilt Lernmaterial und hilft den Regierungen in der Region, möglichst viele Kinder in die Schule zu bringen.

Da die finanziellen Ressourcen der meisten Familien erschöpft sind, müssen immer mehr Kinder arbeiten: In Jordanien trägt fast die Hälfte der Flüchtlingskinder zum Familieneinkommen bei – oft sind sie sogar die Hauptverdienenden.

Gemeinsam mit unseren PartnerInnen konnten wir bereits knapp einer halben Million Flüchtlingskindern im Irak Zugang zu Schulbildung ermöglichen.

Helfen Sie uns, Flüchtlingskinder im Irak, Libanon und in Jordanien zu versorgen und ihnen die Chance auf eine bessere Zukunft zu geben!

Bildungschancen sind Zukunftschancen

Fatima (12) aus dem Irak kann dank UNICEF wieder eine Schule besuchen.
Fatima aus dem Irak freut sich darüber, wieder in die Schule gehen zu können

Voller Freude sitzt die 12-jährige Fatima in ihrem neuen Klassenzimmer in der Al-Harith Schule für binnenvertriebene Kinder im Irak. Fatima musste mit ihrer Familie vor Krieg und Gewalt fliehen und konnte deshalb ein Jahr lang keine Schule besuchen. Sie möchte gerne Mathematiklehrerin werden und hofft, bald in ihre Heimat zurückkehren zu können.




Geschwister aus Syrien auf der Flucht vor dem Krieg

Kinder auf der Flucht

Krieg und Gewalt zwingen Familien zur Flucht. Gemeinsam können wir den Kindern helfen. Kinder auf der Flucht

Eind Mädchen mit Proteinkeksen und Hygieneartikel von UNICEF, ermöglicht durch Ihre Spende

Nothilfe Syrien

Täglich müssen syrische Familien vor Terror, Angst und Gewalt flüchten. Eltern versuchen verzweifelt ihre Kinder in Sicherheit zu bringen, denn sie sind besonders in Gefahr. Nothilfe Syrien

Hilfsbedürftige Kinder aus Bangladesch freuen sich über Ihre Spenden an UNICEF

UNICEF hilft

Wir arbeiten weltweit dafür, so vielen Kindern wie möglich beim Überleben zu helfen. Sie vor Missbrauch und Gewalt zu schützen und für ihre Schulbildung zu sorgen. UNICEF hilft