UNICEF Österreich Jahresbericht 2015

Ihre Hilfe kommt an.

Im Jahr 2015 war die Hilfe der österreichischen Spenderinnen und Spender überwältigend. Nur dank dieser großartigen Unterstützung ist unsere Arbeit für die Kinder dieser Welt möglich. Denn wo immer UNICEF bei den Kindern ist - dort sind auch unsere Spenderinnen und Spender.

Wir sind stolz darauf, dass die österreichische UNICEF-Familie ein stabiler und verlässlicher Teil dieser globalen Familie für die Kinder ist. Ein herzliches DANKE an Sie!

Indien: ein Baby in den Armen seiner Mutter.
Ein Neugeborenes liegt in den Armen seiner Mutter.

Gesundheit

Kein Kind soll an vermeidbaren Ursachen sterben!
Akute humanitäre Notlagen erfordern verstärkte Hilfe: In Syrien, Irak, Jemen, Jordanien und dem Libanon unterstützt UNICEF Kinder mit lebensnotwendigen Maßnahmen, wie dem Erhalt von sauberem Trinkwasser, Impfungen, Bildung und Kinderschutz.

Seuchenbekämpfung fordert unseren Einsatz: die Prävention und Behandlung von Ebola in Sierra Leone, Guinea und Liberia ist ein wichtiger Schwerpunkt 2015. UNICEF leistet vor Ort Aufklärung und verteilt Hilfsgüter wie Antibiotika, Schmerzmittel und Desinfektionsmittel.

Die österreichische UNICEF Familie hat u.a. mit 500.000 Stück Tetanus-Impfstoff dazu beigetragen, dass Kinder vor Krankheiten geschützt werden.

Kenia: ein Bub trinkt nahrhaften Brei von UNICEF während einer Dürre
Ein Bub isst nahrhaften Brei, den er an seiner Schule bekommt.

Ernährung

Kein Kind soll mehr an Hunger leiden!
Wir versorgten mangelernährte Kinder mit therapeutischer Erdnusspaste, Spezialmilch oder eiweißreichen Keksen.

Im Jahr 2015 verstärkte UNICEF seine Anstrengungen in den besonders vom Hunger betroffenen Regionen in Westafrika, Südasien und Südostasien. Gemeinsam mit nationalen Behörden, anderen UN-Organisationen und internationalen Partnern sagten wir der Unterernährung den Kampf an. Es entstanden nachhaltige Ernährungsprogramme vor Ort. 

Österreichische Spenderinnen und Spender halfen u.a. mit 93.900 Stück Erdnusspaste und 633.000 Stück Nährstoffpulver vielen Kindern in Not.

Ein syrisches Mädchen besucht eine Schule in einem Flüchtlingscamp im Irak
Ahin (10) in der Schule im Domiz Flüchtlingslager im Nordirak.

Schule

Alle Kinder sollen zur Schule gehen!
Deshalb lag der Schwerpunkt unserer Arbeit 2015 auf Bildung von Mädchen, der Errichtung von Schulen und Bildungszugang in humanitären Notlagen.

Aufgrund der Konflikte im Nahen Osten und der daraus entstandenen Flüchtlingskrise wurden im Jahr 2015 provisorische Zeltschulen in den Flüchtlingslagern in Syrien, Jordanien und der Türkei errichtet.

Neben dem Einsatz von Lehrkräften verteilte UNICEF Möbel, Hefte, Stifte, Lernmaterialien und Schulrucksäcke in den Krisenregionen, damit Kinder auch unter erschwerten Bedingungen in die Schule gehen können.

Ein Mädchen bekommt frisches Leitungswasser in einem Flüchtlingscamp im Irak
Ein Mädchen trinkt Wasser in ihrer Schule im Domiz Flüchtlingslager im Nordirak.

Trinkwasser

Alle Kinder sollen sauberes Wasser trinken!
Wir halfen weltweit bei der Erschließung von neuen Wasserquellen und beim Bau von Brunnen, Wasserleitungen und Sanitäranlagen.

Und wir informierten über die wichtigsten Hygieneregeln – zum Beispiel darüber, dass regelmäßiges Händewaschen die Gefahr von tödlichen Durchfallerkrankungen deutlich verringert.

Alleine in Syrien hat UNICEF die Versorgung von acht Millionen Menschen mit Trinkwasser unterstützt. Auch in den Flüchtlingslagern der Nachbarländer kümmert sich UNICEF um die Wasserversorgung sowie den Bau und die Erhaltung von sanitären Anlagen.

Philippinen: Diane hat nach einem Sturm ihr Haus verloren, kann nun aber zur Schule gehen

Kinderschutz

Alle Kinder sollen frei von Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung aufwachsen!
Wir unterstützten Straßenkinder, halfen ehemaligen Kinderarbeitern und Kindersoldaten, standen Kindern auf der Flucht bei und trieben langfristige Veränderungen voran.

Mehr als 10.000 KindersoldatInnen konnten im letzten Jahr befreit und betreut werden.

Ein großer Schwerpunkt lag auf dem Schutz von Kindern auf der Flucht. Dafür arbeitete UNICEF intensiv mit den Regierungen zusammen, um die Standards für junge Flüchtlinge auf der Route und in den  Aufnahmelagern zu verbessern. Entlang der Balkanroute entstanden kinderfreundliche Zonen, um Kindern Möglichkeiten für Schlaf, Spielen und psychosoziale Unterstützung zu schaffen.

Irak: Kind freut sich über Decken, Hygieneartikel und Essen von UNICEF

Nothilfe

Nothilfe ist das Kernstück unserer Arbeit!
1.4 Milliarden Menschen lebten 2015 in Ländern, die von Naturkatastrophen, Kriegen und Gewalt betroffen sind. 40 Prozent davon sind Kinder unter 15 Jahren. Sie sind zuhause, in der Schule und auf der Straße die direkten Opfer von Gewalt.

Zu Beginn des vergangenen Jahres leistete UNICEF vor allem in den von Ebola betroffenen Ländern Westafrikas sowie in den von Kriegen betroffenen Ländern Zentralafrikanische Republik, Irak, Jemen, Syrien und Südsudan Nothilfe. Im April und Mai 2015 zerstörten zwei Erdbeben die Lebensgrundlage tausender Menschen in Nepal. UNICEF war von Beginn an vor Ort und half bei der Notversorgung und dem Wiederaufbau.
In der zweiten Jahreshälfte setzte UNICEF seine Kräfte verstärkt für die Kinder Syriens und den umliegenden Regionen sowie der sogenannten Balkanroute ein.

UNICEF „Highlights“ 2015

  • 23 Millionen Kinder wurden gegen Masern geimpft
  • 25,5 Millionen Menschen erhielten Zugang zu sauberem Wasser
  • Zwei Millionen Kinder wurden gegen schwere Unterernährung behandelt
  • 7,5 Millionen Kindern wurde der Zugang zu Bildung ermöglicht
  • 3,1 Millionen Kinder erhielten psychosoziale Betreuung
  • Nothilfe für die Kinder in Nepal: Nach den beiden Erdbeben im April und im Mai 2015 leistete UNICEF Nothilfe für 1,1 Millionen Kinder in den betroffenen Regionen.

Das alles und noch mehr macht die weltweite UNICEF-Familie möglich. Denn UNICEF finanziert seine weltweite Arbeit ausnahmslos mit freiwilligen Beiträgen.