Kinder laufen für Kinder

Bewegung macht nicht nur Spaß und ist gesund, man kann damit auch Gutes tun! Ab sofort ist UNICEF eine der begünstigten Organisationen der Aktion „Kinder laufen für Kinder“.

Sportliche Betätigung und soziales Engagement auf einmal – so funktioniert’s:

Nachdem sich eine Schule auf www.kinder-laufen-fuer-kinder.at für die Aktion angemeldet und für einen guten Zweck entschieden hat, organisiert sie eigenständig zu einem beliebigen Termin einen Spendenlauf. Bevor dieser stattfindet suchen sich die Schülerinnen und Schüler Sponsoren, die für jeden gelaufenen Kilometer einen gewissen Betrag (oder einen Fixbetrag für den ganzen Lauf) spenden. Bei den Sponsoren kann es sich um Verwandte oder Bekannte handeln, aber auch um lokale Firmen, wie Geschäfte oder Handwerksbetriebe.

Falls die Schule das Thema „Bildung“ gewählt hat, gehen die gesammelten Spenden an UNICEF Österreich, um damit weltweit Kindern zu helfen, ihr Recht auf Bildung zu verwirklichen.

Warum ist Bildung so wichtig?

Bildung ist das beste Mittel gegen Armut. Wer über eine gute Ausbildung verfügt, kann einen besseren Job bekommen und sich selbst und seine Familie so aus der Armut befreien, wovon schließlich die ganze Gesellschaft profitiert.

Bildung bedeutet aber nicht nur lesen, schreiben und rechnen zu lernen, auch andere wichtige Dinge können in der Schule gelehrt und gelernt werden – zum Beispiel die Bedeutung von sauberem Wasser und Hygiene für die Gesundheit, welche Verhütungsmittel es gibt und wie man sich vor Krankheiten wie HIV/AIDS schützen kann. Bildung macht Kinder auch selbstbewusster, wodurch sie weniger in Gefahr sind, ausgebeutet, misshandelt oder sexuell missbraucht zu werden. Investitionen in die Bildung von Mädchen machen sich besonders bezahlt: Besser gebildete Frauen heiraten später, bekommen weniger Kinder und können besser für diese sorgen.

Trotzdem gehen circa 124 Millionen Kinder weltweit nicht in die Schule!

Warum gehen so viele Kinder nicht in die Schule?

Armut und Krisen (wie Kriege oder Naturkatastrophen) sind wohl die häufigsten Gründe, aus denen Kinder nicht in die Schule gehen können.

Viele Kinder müssen arbeiten, weil ihre Familie auf das zusätzliche Einkommen angewiesen ist, und können deshalb nicht den Schulunterricht besuchen. In vielen Gegenden gibt es auch zu wenige Schulen, die zudem oft überfüllt und schlecht ausgestattet sind. Manchmal sind die Schulen auch zu weit entfernt vom Wohnort des Kindes und es gibt nur unbefestigte Straßen und keine öffentlichen Verkehrsmittel. Viele Mädchen müssen die Schule abbrechen, weil sie im Haushalt mithelfen oder schon in jungem Alter heiraten sollen.

Während und nach Naturkatastrophen und Krisen sind oft viele Schulen zerstört und die Lehrer und Lehrerinnen geflohen oder getötet. Auch die Kinder selbst müssen oft fliehen und längere Zeit in Flüchtlingslagern leben, in denen es keine oder nur provisorische Schulen gibt. Und selbst wenn die Krise überstanden ist, kann es noch lange dauern, bis die Schulen wieder aufgebaut sind und neue Lehrer und Lehrerinnen ausgebildet wurden.

Saja aus Syrien hat vieles verloren, aber nicht ihre Zuversicht



Wie hilft UNICEF? - Highlights 2015:

  • Um die Situation der Jugendlichen zu verbessern, wurde im Zuge einer Kooperation zwischen UNICEF und UNESCO die Global Partnership for Education-Initiative gegründet und in bereits 50 Ländern umgesetzt. Dadurch soll die Anzahl der schulabgängigen Kinder reduziert werden.
  • UNICEF versucht mit nationalen Regierungen eine grundlegende Bildungsreform in vielen Ländern zu gestalten, mit dem Fokus auf Bildungsgleichheit, Bildung von Mädchen, der Förderung von inklusiven und kinderfreundlichen Schulen und Bildungszugang in humanitären Notlagen.
  • UNICEF hat 2015 über 700 000 Lern- und Unterrichts-Sets an Schulen in Liberia verteilt, wo Kinder durch den Ebola-Ausbruch monatelang nicht in die Schule konnten.
  • Aufgrund der Konflikte im Nahen Osten und der daraus entstandenen Flüchtlingskrise wurden provisorische Zeltschulen in den Flüchtlingslagern in Syrien, Jordanien und der Türkei errichtet. Neben dem Einsatz von Lehrkräften werden Möbel, Lernmaterialien, Schulrucksäcke, Hefte und Stifte in den Krisenregionen verteilt, um Schulunterricht zu ermöglichen.