Kinder auf der Flucht

Der Konflikt im Nahen Osten dauert bereits fünf Jahre an. Besonders betroffen ist Syrien, denn über 13,5 Millionen Menschen sind von Gewalt und Krieg betroffen. Syrien stellt die größte humanitäre Krisenregion der Welt dar und bereits vier Millionen Menschen sind aus dem Land geflüchtet – mehr als ein Drittel davon sind Kinder. Aber nicht nur Syrien, sondern auch die Nachbarregionen sind von den Konflikten betroffen. 4,2 Millionen Flüchtlinge - davon über zwei Millionen Kinder - sind aus Syrien in die Nachbarländer geflohen. UNICEF arbeitet in den angrenzenden Ländern mit Hochdruck daran, die Not der Menschen zu lindern.

Seit März 2016 sind in der Region um Mossul im Irak bereits rund 130.000 Menschen vor den Militäroperationen geflohen. UNICEF befürchtet, dass angesichts der Zuspitzung zusätzlich Tausende Kinder in überfüllten und unzureichend ausgestatteten Notunterkünften und Lagern Zuflucht suchen müssen.

Bei den beiden Weltgipfeln zu Flucht und Migration am 19. und 20. September in New York ruft UNICEF die Regierungen dazu auf, die Krise von Kindern auf der Flucht zu beenden.

Am 19. September findet die erste UN-Sondervollversammlung zu Flucht und Migration statt. Bei dem Gipfeltreffen sollen humane und koordinierte Lösungsansätze für diese globalen Herausforderungen erarbeitet werden. Am 20. September hat US-Präsident Barack Obama zu einem internationalen Flüchtlingsgipfel eingeladen. An dem Treffen nehmen Regierungsvertreter aus Deutschland, Kanada, Äthiopien, Jordanien, Mexiko und Schweden sowie UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und UNICEF Direktor Anthony Lake teil. 

Je nach Situation gelten die Mädchen und Buben als Flüchtlinge, Asylsuchende, Binnenvertriebene oder Migranten – aber sie sind vor allem eins: Kinder, die in ihrer Kindheit vielen Risiken und Belastungen ausgesetzt sind. 

Anlässlich der Weltgipfel appelliert UNICEF an die Regierungen, folgende Ziele für Kinder zu unterstützen:  

  • Geflüchtete und migrierte Kinder vor Gewalt und Ausbeutung schützen.
  • Die Inhaftierung von Kindern aufgrund ihres Aufenthaltsstatus beenden.
  • Die Zusammenführung von unbegleiteten Kindern mit ihren Familien muss vereinfacht und die Staatenlosigkeit von Kindern verhindert werden.
  • Geflüchtete und migrierte Kinder müssen Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung erhalten.
  • Die Bekämpfung von Fluchtursachen vor Ort, damit Kinder und deren Familien nicht aufgrund von Gewalt und Gefahren ihr Zuhause verlassen müssen.
  • Diskriminierung und Marginalisierung gegenüber geflüchteten und migrierten Kindern in den Transit- und Zielländern vorbeugen.

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Die kleine Adra ist erleichert die gefährliche Überfahrt aus dem Irak nach Griechenland überstanden zu haben.
© UNICEF/UNI197502/Gilbertson. Adra (7) hat die gefährliche Überfahrt aus dem Irak überstanden

"Wir fühlten uns, als würden wir sterben."


Adra, 7, und ihre Familie mussten aus dem Irak flüchten, nachdem sie von Extremistengruppen bedroht wurden. Um nach Europa zu gelangen, unternahm die Familie die Fahrt über das Mittelmeer.

Die Bootsüberfahrt ist für Kinder auf der Flucht lebensgefährlich: starke Unterkühlung, Dehydrierung und Winterstürme am offenen Meer machen die Überfahrt derzeit noch risikoreicher als sonst.

Völlig durchnässt und in eine Decke eingehüllt erreicht Adra die Küste von Lesbos: „Ich hatte große Angst. Wir fühlten uns, als würden wir sterben. Nur in den Armen meines Vaters fühlte ich mich sicher,“ sagt die Siebenjährige über ihre gefährliche Reise.

So hilft UNICEF - so hilft Ihre Spende

Syrische Mädchen fühlen sich in einem provisorischen Flüchtlingscamp sicher.
Syrische Mädchen in einem Camp im Libanon

UNICEF hilft vor Ort:

Parallel zu dem Engagement für Flüchtlingskinder in Europa muss auch die humanitäre Hilfe und Entwicklungshilfe in den Herkunftsländern stärker unterstützt sowie die Bemühungen zur Beendigung von Konflikten und zur Bekämpfung der Armut verstärkt werden.

Syrien und die Nachbarländer sind von den Konflikten schwer gezeichnet. UNICEF verteilt gemeinsam mit PartnerInnen vor Ort Hygiene-Sets, errichtet Brunnen und sanitäre Anlagen. Medizinische Grundversorgung und Nahrungsmittel sind überlebenswichtig, seit Mai konnten wir über 2 Millionen Kinder impfen und tausende mangelernährte Kinder mit therapeutischer Nahrung versorgen.

Ein syrisches Mädchen in einem mazedonischen Flüchtlingscamp hofft ihren Vater bald wiederzusehen.
Lamar aus Syrien freut sich auf die Wiedervereinigung mit ihrer Familie.

UNICEF hilft Kindern auf der Flucht:

UNICEF leistet psychosoziale Hilfe für Familien auf der Flucht und hat sogenannte kinderfreundliche Zonen eingerichtet. Dies ist ein abgegrenzter Bereich, in dem sich Kinder und Mütter aufhalten, erholen und ein Stück Normalität im Chaos erfahren können. Außerdem wurde im November begonnen Winterkleidung, Kinderschuhe, Decken sowie Hygienesets zu verteilen. Es wird dafür gesorgt, dass alle von UNICEF unterstützten kinderfreundlichen Zonen in Kroatien, der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, Serbien und bald auch Slowenien und Griechenland beheizt und wetterfest sind.

Hier finden Sie den aktuellen Bericht zur Lage der Kinder auf der Flucht (Download, PDF, Englisch, 884KB)

Kinderüberlebens-Nothilfe Paket

Ein kleiner Junge in Syrien bekommt Winterbekleidung von UNICEF.
Ein Bub in Syrien wartet auf seine Winterkleidung von UNICEF.

Um 16,80 Euro statten Sie ein Kind mit lebenswichtigen Soforthilfsgütern aus. Schenken Sie Nahrung und Schutz vor Krankheiten: Mit Erdnusspaste, einer Decke, Impfstoff und Wasserreinigungstabletten.

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Ein syrisches Mädchen bekommt Nothilfegüter in einem Flüchtlingscamp im Irak.

Nothilfe Syrien

Täglich müssen syrische Familien vor Terror, Angst und Gewalt flüchten. Eltern versuchen verzweifelt ihre Kinder in Sicherheit zu bringen, denn sie sind besonders in Gefahr. Nothilfe Syrien

Ein syrisches Kind in einer provisorischen Unterkunft.

Nothilfe Irak, Libanon & Jordanien

4,2 Millionen Flüchtlinge sind aus Syrien in die Nachbarländer geflohen.
Nothilfe Irak, Libanon & Jordanien

Eine Gruppe von Kindern freut sich über UNICEF Hilfe in Bangladesch

UNICEF hilft

Wir arbeiten weltweit dafür, so vielen Kindern wie möglich beim Überleben zu helfen. Sie vor Missbrauch und Gewalt zu schützen und für ihre Schulbildung zu sorgen. UNICEF hilft




News zu Kinder auf der Flucht

15.11.2016

UNICEF-Konvoi erreicht Mossul

Ein von UNICEF geleiteter Hilfskonvoi der Vereinten Nationen hat am Sonntag erstmals die irakische Stadt Mossul erreicht.

Kategorie: Kinder auf der Flucht, Startseite, Pressemeldungen, Newsbereich, Topnews, Newsbox, unicef.at, Nothilfe

20.09.2016

UNICEF Statement zur New Yorker Deklaration über Flüchtlinge und Migranten

„Die New Yorker Deklaration über Flüchtlinge und Migranten repräsentiert einen ersten Schritt, um auf das noch nie da gewesene Maß an menschlicher Mobilität in unserer Welt aufmerksam zu machen.“

Kategorie: unicef.at, Nothilfe, Kinder auf der Flucht, Startseite, Newsbox, Pressemeldungen, Newsbereich, Topnews

20.06.2016

Kinder auf der Flucht haben Rechte!

Nicht nur die Überquerung des Mittelmeers für Kinder auf der Flucht riskant, auch auf den anderen Etappen ihrer Reise auf der Suche nach Sicherheit lauern große Gefahren.

Kategorie: unicef.at, Nothilfe, Kinder auf der Flucht, Startseite, Newsbox, Newsbereich, Topnews

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